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27.10.2016

Stadt gegen Asyl-Zuweisung von Schwerstbehindertem

Pforzheim. Es gehe nicht um die Nationalität, betont Oberbürgermeister Gert Hager, sondern um eine Kostenfrage – und zwar eine ganz grundsätzlicher Natur: Die Stadt Pforzheim wehrt sich nach gescheiterten Gesprächen mit dem Innenministerium in Stuttgart gegen die Zuweisung eines Yeziden aus dem Irak, dessen Familie in Pforzheim lebt.

Der noch 17-jährige anerkannte Flüchtling sei schwerstbehindert, die Betreuung koste rund 100 000 Euro im Jahr. Doch das sei nicht der Grund für die ablehnende Haltung. Ein weiterer behinderter Sohn werde bereits hier betreut. Die Kritik des Rathauses zielt vielmehr darauf, dass der junge Mann seit Monaten und auch künftig eben nicht in Pforzheim, sondern in einem anderen Landkreis leben wird, wo er die notwendige Versorgung erhält. „Es geht nicht um das Wohl des Kindes, nicht um Familienzusammenführung“, kritisiert Sozialbürgermeisterin Monika Müller die Argumentation der Landesregierung.

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