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Rechtsamtsleiterin Andrea Hermesmeier und OB Gert Hager beraten sich über das weitere Vorgehen. Am Montag fahren sie wieder zum Landgericht Frankfurt, wo die mündliche Verhandlung Stadt Pforzheim gegen die Investmentbank J.P. Morgan fortgesetzt wird. Foto: Seibel
Rechtsamtsleiterin Andrea Hermesmeier und OB Gert Hager beraten sich über das weitere Vorgehen. Am Montag fahren sie wieder zum Landgericht Frankfurt, wo die mündliche Verhandlung Stadt Pforzheim gegen die Investmentbank J.P. Morgan fortgesetzt wird. Foto: Seibel
Beamte der Schwerpunktstaatsanwaltschaft Mannheim um Sachbearbeiter Uwe Siegrist (links) sicherten im Herbst 2009 Unterlagen in Pforzheim. Foto: PZ-Archiv/Ketterl
Beamte der Schwerpunktstaatsanwaltschaft Mannheim um Sachbearbeiter Uwe Siegrist (links) sicherten im Herbst 2009 Unterlagen in Pforzheim. Foto: PZ-Archiv/Ketterl
Die ehemalige Oberbürgermeisterin Christel Augenstein (rechts) und Ex-Kämmerin Susanne Weishaar müssen sich strafrechtlich verantworten.
Die ehemalige Oberbürgermeisterin Christel Augenstein (rechts) und Ex-Kämmerin Susanne Weishaar müssen sich strafrechtlich verantworten.
Anwalt Marco Röder gibt die Klageschrift gegen J.P.Morgan beim Landgericht Frankfurt ab.
Anwalt Marco Röder gibt die Klageschrift gegen J.P.Morgan beim Landgericht Frankfurt ab.
28.11.2014

Stadt im Derivate-Prozess: Mit breiter Brust in die nächste Runde

Die Stadt Pforzheim und die Bank J.P. Morgan haben sich bei der zweiten mündlichen Verhandlung in Sachen Derivate vor dem Landgericht Frankfurt auf einen Vergleich geeinigt, der allerdings noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Gemeinderats der Stadt Pforzheim steht.

Konkret sieht der Vergleich vor, dass die Stadt Pforzheim ihren Schaden in Höhe von 55,9 Millionen Euro zu rund zwei Dritteln ersetzt bekommt. „Mit diesem Vergleich bin ich zufrieden“ so Oberbürgermeister Gert Hager in einer ersten Reaktion. „Vor allem vor dem Hintergrund der Prozessrisiken und der Tatsache, dass J.P. Morgan uns anfangs keinen Cent erstatten wollte“, so der Rathauschef weiter.

Für beide Parteien besteht bis zum 22. Dezember ein Widerrufsrecht des Vergleichs. Hintergrund dessen ist, dass neben der Zustimmung des Gemeinderats auch das Regierungspräsidium Karlsruhe um Stellungnahme gebeten wird. Bei Annahme des Vergleichs wäre der Prozess gegen J.P. Morgan beendet.

Den Prozess hatte die Stadt Pforzheim wegen ihrer Derivate-Verluste in zweistelliger Millionenhöhe gegen die Bank angestrengt. Die 25. Zivilkammer tagte unter dem Vorsitzenden Richter Daniel Köhler mit zwei Beisitzern. Von Seiten der Stadt waren Oberbürgermeister Gert Hager, Rechtsamtsleiterin Andrea Hermesmeier, Personalamtschef Bernhard Enderes und Pressereferent Michael Strohmayer anwesend. Begleitet wurden sie von den Rechtsanwälten Professor Christian Kirchberg und Marco Röder von der Karlsruher Kanzlei Deubner & Kirchberg.

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