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Kerzen gegen Fackeln: Auf dem Marktplatz setzen Bürger am Jahrestag der Zerstörung Pforzheim ein Zeichen gegen Gewalt und für Frieden und Toleranz.  Foto: Ketterl 

Stadt setzt Zeichen rund um Gedenktag am 23. Februar

Pforzheim. Rund um den 72. Jahrestag der Zerstörung Pforzheims – am 23. Februar 1945 wurde Pforzheim durch einen verheerenden Luftangriff in Schutt und Asche gelegt; es starben über 17 000 Menschen – hat die Stadt in Kooperation mit Kirchen, Kulturträgern, Schulen und anderen Institutionen ein Programm zusammengestellt, das ein starkes Gewicht auf die Themen Frieden und Toleranz legt.

Kernelemente sind am Tag selbst der zentrale Gedenkgottesdienst auf dem Hauptfriedhof ab 16 Uhr und die Kundgebung „Fackeln aus! – Pforzheim setzt Zeichen“ (ab 19.30 Uhr) auf dem Marktplatz einschließlich des Glockengeläuts der Pforzheimer Kirchen für den Zeitraum – 20 Minuten –, in dem der Angriff der alliierten Bomber erfolgte.

Es sind dies die Minuten, in denen Rechtsextreme auf dem Wartberg-Plateau ihre Fackeln für eine „Mahnwache“ entzünden. Die vielen Veranstaltungen stehen also sowohl für Appell an Frieden und Toleranz, als auch für den bürgerschaftlichen Protest gegen die politische Instrumentalisierung des Gedenktags durch Rechtsradikale wie Linksautonome. Über 1500 Menschen mit Kerzen in der Hand hatten beispielsweise im vergangenen Jahr den Marktplatz in ein Lichtermeer verwandelt. „Diese Form des Gedenkens wollen wir auch in diesem Jahr fortsetzen“, so Oberbürgermeister Gert Hager bei der Vorstellung des umfangreichen Programms gestern im Rathaus. Ein Mosaik von Puzzle-Teilen wird aktuell nicht mehr in der Fußgängerzone und auf dem Marktplatz verlegt (die Teile hängen in einem Funktionsbau der „Thales“-Flüchtlingsunterkunft), sondern in der Schlössle-Galerie.

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