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Auf dem Grundstück an der Kronprinzenstraße soll auch eine Kita Platz haben. Die Bauarbeiten laufen bereits.
Auf dem Grundstück an der Kronprinzenstraße soll auch eine Kita Platz haben. Die Bauarbeiten laufen bereits.
06.12.2017

Stadt setzt bei Kita-Bau wieder auf einen Investor

Geht es nach dem Willen der Stadt, dann soll ein Investor eine Kita an der Kronprinzenstraße bis Ende des Jahres 2019 errichten. Die Pforzheimer Kühne GmbH, Wohn und Gewerbeimmobilien, sei auf die Verwaltung zugekommen, um ihr Interesse an dem Bau mit drei Krippenplätzen zu signalisieren, erklärt Sozialdezernentin Monika Müller. Der Investor verfüge über ein entsprechendes Baugrundstück an der Kronprinzenstraße 77 (die PZ berichtete). Die Kosten für das geplante Gebäude belaufen sich auf 1,25 Millionen Euro.

Dabei sollen vom Land 360 000 Euro an Zuschüssen fließen. Die anfallenden jährlichen Mietkosten für die Stadt sollen sich auf 42 720 Euro belaufen, das entspricht laut Vorlage für den Jugendhilfeausschuss am heutigen Donnerstag einer Miete von 8,19 Euro pro Quadratmeter und Monat. Die Kita soll im Erdgeschoss untergebracht werden, und in den oberen Stockwerken sollen 14 Wohneinheiten entstehen. Derzeit verfügt die Stadt nach eigenen Angaben insgesamt über 700 Plätze für Unter-Dreijährige und über 3800 Plätze für Über-Dreijährige.

Sie geht aufgrund von Berechnungen davon aus, dass sie bis zum Jahr 2020 rund 400 Plätze mehr für Unter-Dreijährige und 700 für Über-Dreijährige braucht. Dies entspricht etwa zwölf fehlenden sechsgruppigen Kindertagesstätten. Besonders viele Plätze fehlen laut Kinderbedarfsplanung in dem Gebiet Nordstadt-Ost. Die Warteliste ist dort am höchsten. Ebenfalls fehlen in der Oststadt viele Plätze für Kinder im Krippenalter. Da die Bevölkerungszahlen steigen, rechnet die Stadt insgesamt mit einem wachsenden Fehlbedarf. Die Stadt will dem Investor einen Zuschuss von 24 000 Euro (800 Euro pro Platz) zahlen. Dazu kommt die laufende Förderung der Betriebskosten entsprechend geltender Richtlinien.

Es seien laut Müller bereits in der Vergangenheit für die zügige Bereitstellung von Kinderbetreuungsplätzen vielfältige Lösungen gefunden worden, davon sei die Investorenlösung eine Variante. Die Stadt bevorzuge diese Lösung aber nicht.Mehr lesen Sie am Donnerstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.