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19.02.2016

Stadt sucht Häckselplatz-Standort

Bislang gibt es in Pforzheim keinen Häckselplatz. Vor allem die Bürger am Stadtrand haben darum Baum-, Strauch- oder Grasschnitt sowie Laub, Moos, Unkraut und Blumen auf den Sammelstellen der nahen Enzkreis-Gemeinden abgeliefert – bis das Umland dem 2014 ausdrücklich einen Riegel vorgeschoben hat. Seither müssen die Pforzheimer zu den Wertstoffhöfen oder zur Deponie auf dem Hohberg fahren. Huchenfeld, Hohenwart und Würm haben sich seit Jahren für einen Häckselplatz ausgesprochen – bislang ohne positive Resonanz seitens der Stadtverwaltung. Im Zuge der Überarbeitung der Abfallgebührensatzung habe die Stadt zugesichert, diesen Punkt zu überdenken, sagt der Würmer Verwaltungsleiter Tino Schulze.

Bis Ende März soll es einen Termin der drei Ortsverwaltungen mit den Technischen Diensten geben, um noch „einige offene Fragen“ zu klären, teilt der städtische Pressesprecher Philip Mukherjee mit – beispielsweise, wie die Sammelstelle finanziert werden soll und wer sie betreut. „Häckselplätze werden künftig vom Regierungspräsidium nur noch genehmigt, wenn sie beaufsichtigt werden“, so Mukherjee.

Auch der Standort sei noch offen. Die Stadtverwaltung habe Huchenfeld beauftragt, Flächen zur Prüfung vorzuschlagen, so Ortsvorsteherin Sabine Wagner. In der nicht-öffentlichen Sitzung im Dezember haben die Ortschaftsräte grob das Gelände in Richtung Würm, zwischen Jugendhaus und Bundeswehr-Depot ins Auge gefasst. Auf der angrenzenden ehemaligen Erddeponie könnten sowohl der Häckselplatz als auch ein neuer Standort für den Wertstoffhof Platz finden – laut Wagner die favorisierte Variante. Allerdings handle es sich bei dem Gelände um Staatswald. Die Stadtverwaltung prüfe den Vorschlag bereits. Den Häckselplatz und den Wertstoffhof zusammenzulegen sei aufgrund der Beaufsichtigung durch bereits vorhandenes Personal sinnvoll – nur sei das derzeitige Gelände für die zusätzliche Aufgabe zu klein. Schon bei kleineren Mengen an Grünschnitt komme die örtliche Deponie an ihre Kapazitätsgrenze. Sollte beides verbunden werden, müssten die abgespeckten Öffnungszeiten wohl wieder aufgestockt werden. „Ein 24-Stunden-Modell wie im Enzkreis steht dann wohl nicht zur Debatte“, so Wagner.

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