nach oben
Ehrengäste würdigen das Ehrenamt: Moderatorin Angela Gewiese, FDP-Landtagsabgeordneter Hans-Ulrich Rülke, Landrat Karl Röckinger, CDU-Landtagsabgeordnete Marianne Engeser, OB Gert Hager, Sozialbürgermeisterin Monika Müller, Europabeauftragte Anna-Lena Beilschmidt, SPD-Bundestagsabgeordnete Katja Mast,  Heinrich Furrer, Vorstandsmitglied der Europa-Union, Diakonie-Geschäftsführerin Sabine Jost und der Straubenhardter Pfarrer David Gerlach (von links). Foto: Molnar
Ehrengäste würdigen das Ehrenamt: Moderatorin Angela Gewiese, FDP-Landtagsabgeordneter Hans-Ulrich Rülke, Landrat Karl Röckinger, CDU-Landtagsabgeordnete Marianne Engeser, OB Gert Hager, Sozialbürgermeisterin Monika Müller, Europabeauftragte Anna-Lena Beilschmidt, SPD-Bundestagsabgeordnete Katja Mast, Heinrich Furrer, Vorstandsmitglied der Europa-Union, Diakonie-Geschäftsführerin Sabine Jost und der Straubenhardter Pfarrer David Gerlach (von links). Foto: Molnar
06.12.2015

Stadt und Enzkreis honorieren den Einsatz ehrenamtlicher Helfer

Sie sind in zahlreichen Bereichen tätig, engagieren sich in der Gesundheitsfürsorge oder Flüchtlingshilfe. Bei mehr als 300 Ehrenamtlichen haben sich die Stadt Pforzheim und der Enzkreis daher zum „Tag des Ehrenamts“ im Kulturhaus Osterfeld bedankt. Dieser stand unter dem Motto „Internationales Engagement“. Zentrales Thema war aber auch die Flüchtlingshilfe.

„Ohne ehrenamtliche Tätigkeit würde unsere Gesellschaft nicht funktionieren“, honorierte Oberbürgermeister Gert Hager die Geladenen in seiner Rede. Oft erwarteten die freiwilligen Helfer keinen großen Dank, doch genau das sei wichtig. Einmal im Jahr werde der Tag deshalb begangen, doch eigentlich müsse man 365 Mal im Jahr Danke sagen. „Sie investieren viel Zeit und Herzblut“, tat der Oberbürgermeister dies mit seinen Worten kund. Besonders jetzt gebe es neue Herausforderungen.

Engagement aus Überzeugung

Aus aller Welt kämen Flüchtlinge, die vertraut gemacht werden mit der hiesigen Kultur. Das sei nicht immer einfach, umso mehr Respekt habe er vor dieser Arbeit. Als Beweggründe führte Hager an, dass man von der Sache überzeugt sein müsse und dass man mit anderen etwas erreichen wolle.

„Ich engagiere mich, um den anderen etwas Gutes zu tun“, sagte Bruno Heidecker. Seit 22 Jahren bringt sich der 85-Jährige im Haus Maihälden ein, betreut den Herren- und Damenstammtisch oder das Internetcafé. „Wenn die Leute dankbar sind, kommt viel zurück“, meinte Irene Strohecker, die seit Jahren Verantwortung im Betreuungsverein des Caritas-Verbands übernimmt.

Moderiert wurde der Abend von Hansjürgen Remer, Organisator des bürgerschaftlichen Engagements in Pforzheim, und Angela Gewiese vom Forum 21. In Gesprächsrunden stellten sie Ehrenamtliche aus Stadt und Land vor. „Europa wird vor Ort gelebt“, betonte etwa die Europabeauftragte Anna-Lena Beilschmidt. Gerade in Krisenzeiten sei es wichtig, mit den acht Partnerstädten zusammenzuarbeiten.

Gemeinsam statt einsam

Sabine Jost, Geschäftsführerin der Diakonie, ging auf die Flüchtlingshilfe ein: „Die Welle der Unterstützung ist riesengroß.“ Von 350 Ehrenamtlichen seien 220 in diesem Bereich tätig. Für Pfarrer David Gerlach vom Netzwerk Asyl Straubenhardt, der mit Jutta-Bürkle-Hautsch und dem bereits in Ausbildung stehenden Asylbewerber Asad Abbas ins Osterfeld gekommen war, gab es vor allem eine Motivation: „Die Menschen werden sonst allein gelassen.“

Das Schlusswort des Abends, der vom Chor „A Capella Mundi“ um Michael Hager mit internationalen Liedern umrahmt wurde, oblag Landrat Karl Röckinger: „Ohne Sie geht’s nicht“, sagte er.