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Bleibt vorerst unbebaut: Das für eine Flüchtlingsunterkunft vorgesehene Grundstück an der Julius-Näher-Straße. Foto: Ketterl
Bleibt vorerst unbebaut: Das für eine Flüchtlingsunterkunft vorgesehene Grundstück an der Julius-Näher-Straße. Foto: Ketterl
10.05.2018

Stadt verzichtet auf Asylheim-Bau an Julius-Näher-Straße

Pforzheim. Nach dem Nagoldhang bleibt auch die Julius-Näher-Straße ohne geplante Unterkunft. Das Rathaus lässt dieses Vorhaben ruhen – jedenfalls so langem, wie der Bedarf nicht wieder stark steigt.

Ursprünglich waren es einmal 14 Standorte für so genannte dezentrale Unterkünfte mit bis zu 40 Bewohnern, die die Stadt Pforzheim auf dem Höhepunkt des Flüchtlingszustroms ins Auge gefasst hatte. Nun hat das Rathaus von einer weiteren dieser Planungen Abstand genommen, wie Pressesprecher Philip Mukherjee auf PZ-Nachfrage bestätigte: „Aufgrund der aktuell rückläufigen Zuweisungszahlen im Bereich Asyl halten wir es derzeit für vertretbar, dass der Bau der Unterkunft in der Julius-Naeher-Straße vorläufig nicht umgesetzt wird.“ Die Rathausspitze sei daher mit den Fraktionen und Gruppierungen des Gemeinderats übereingekommen, dies bis auf weiteres nicht weiterzuverfolgen, so Mukherjee.

Es ist nach dem Vorhaben am Nagoldhang bei den Otterstein-Schulen die zweite der noch unter Vorgänger Gert Hager geplanten Unterkünfte, deren Bau OB Peter Boch stoppt. Der Sachverhalt unterscheidet sich aber: Den umstrittenen Bau am Nagoldhang fand Boch bereits im Wahlkampf falsch und sicherte zu, ihn im Fall seines Erfolgs zu verhindern. Dieses Projekt ist für Boch also endgültig vom Tisch.

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