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Grünes Licht gab der gemeinderätliche Planungs- und Umweltausschuss für die Gestaltungs- und Werbeanlagensatzung Innenstadt. Ob dann die Pforzheimer Fußgängerzone attraktiver und lebendiger wird? Foto: PZ-Archiv/Frei
Grünes Licht gab der gemeinderätliche Planungs- und Umweltausschuss für die Gestaltungs- und Werbeanlagensatzung Innenstadt. Ob dann die Pforzheimer Fußgängerzone attraktiver und lebendiger wird? Foto: PZ-Archiv/Frei
01.07.2015

Stadt will Richtlinen setzen: Neuer Innenstadt ein Stück näher

Pforzheim. Der gemeinderätliche Planungs- und Umweltausschuss hat die Weichen für eine qualitätvolle Innenstadtentwicklung gestellt. Zum einen hat der Fachausschuss dem Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Innenstadt-Entwicklung Ost“ mehrheitlich zugestimmt. Damit sollen die möglichen Investoren im Rahmen eines Wettbewerbs verlässliche Rahmenbedingungen erhalten. Zum anderen hat der Ausschuss grünes Licht für die Gestaltungs- und Werbeanlagensatzung Innenstadt gegeben.

Dabei geht es um die Möglichkeit, die Fassaden und Werbeanlagen optimaler zu gestalten, um das Gesamtbild der Innenstadt aufzuwerten. Im Gemeinderat soll der Entwurfs- und Offenlagebeschluss für die Gestaltungs- und Werbeanlagennutzung erfolgen. Pforzheim soll durch diese Satzung als eine der meistzerstörten Städte im Zweiten Weltkrieg die Chance erhalten, kaputten und überformten Fassaden ihre Qualität zurückzugeben. Auf der Grundlage einer Stadtbild- und Fassadenanalyse des Büros Ammon+Sturm aus Frankfurt, die auch die Gestaltungs- und Webeanlagensatzung entworfen hat, wurden typische Elemente herausgearbeitet und zu einem Maßnahmenkatalog in Form eines Handbuchs zusammengefasst.

Daraus leitet sich auch die Gestaltungs- und Werbeanlagensatzung ab. Letztere ist für die Betreiber rechtlich bindend. Aus Eigentümern, Einzelhändlern und Gastronomen ist ein Arbeitskreis „Stadtgestaltung“ entstanden. Sie sollen für Sanierungen unter Umständen eine Unterstützung erhalten.

CDU-Stadtrat Carsten von Zepelin lobte diesen Schritt auf dem Weg zu einer qualitätvollen Innenstadt. Wichtig sei die Beratung der Eigentümer. Dem pflichteten alle anderen Fraktionen und Gruppierungen zu bis auf Brigitte Römer (FDP), die die Ladenbesitzer zu sehr gegängelt sieht.

Neuer Platz entsteht

Auf dem ehemaligen ZOB-Nord an der Güter- und Bertholdstraße soll bis Mitte nächsten Jahres auf knapp 900 Quadratmetern mit Bürgerbeteiligung ein provisorischer Platz entstehen. Er wird statt der geplanten fünf Millionen nur 300 000 Euro kosten. Bäume, Sitzflächen, ein Bücherschrank und Hochbeete sind geplant.