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Die Pfahlgründung ist geschafft: An der Eisenbahnstraße entstehen 48 Sozialwohnungen. Foto: Ketterl
Die Pfahlgründung ist geschafft: An der Eisenbahnstraße entstehen 48 Sozialwohnungen. Foto: Ketterl
05.02.2017

Stadtbau geht neue Projekte für bezahlbares Wohnen an

Die Stadtbau ist als hundertprozentige städtische Tochter per Definition in besonderem Maß der Stadtentwicklung verpflichtet. Deshalb hat sie mit dem hochwertigen Wohnen im Gebiet Tiergarten Maßstäbe gesetzt. Zehn Jahre nach dem Abriss der Buckenberg-Kaserne ist das neue Wohngebiet mit 171 Bauplätzen voll belegt. Vor allem im sozialen Wohnungsbau und der Obdachlosenunterbringung will die Stadtbau in den nächsten Monaten nachlegen.

Was tut die Stadtbau, damit arme Menschen günstig wohnen können?

Da passiert einiges. An der Berliner Straße soll ein mehrgeschossiges Gebäude mit 23 Wohnungen für sozial Schwache entstehen. Das Gelände gehört noch der Stadt, soll aber den Besitzer wechseln. Der neu zusammengesetzte Gestaltungsbeirat wird in seiner ersten Sitzung im März über die Pläne zu dieser Bebauung diskutieren.

Die zweite Tranche mit drei Bauten (insgesamt 48 Wohnungen) an der Eisenbahnstraße in Brötzingen soll vor Weihnachten fertig werden. Der schwierige Untergrund und der Artenschutz haben das Projekt verteuert. In einer ersten Tranche waren vor Jahren bereits 48 Wohnungen entstanden. An der Calwer Straße 119 bis 125 soll ein Neubau mit 23 Sozial-Wohnungen mit jeweils zwei bis drei Zimmern errichtet werden. Und darüber hinaus hat die Stadtbau für zwei Gebäude im Stadtgebiet die Sozialbindung, die eigentlich ausläuft, über ein Förderprogramm verlängern können. Die Mieter der 23 Einheiten müssen also nicht mit Mieterhöhungen rechnen.

Und wie sieht es mit der dezentralen Unterbringung von Obdachlosen aus?

An der Rohrstraße hat die Stadtbau vor Kurzem ein Haus gekauft, in dem bis zum Frühjahr neun Wohnungen für Obdachlose hergerichtet werden sollen. In einem ersten Schritt waren bereits an der Luisenstraße acht Wohnungen für Eingewiesene geschaffen worden. Es dient dazu, die Siedlung Eutinger Tal zu verkleinern.

Welche Schwierigkeiten gibt es bei den Flüchtlingsunterkünften?

Über eine Million Euro kostet die Sanierung eines Baus an der Hirsauer Straße mit sieben Wohnungen für anerkannte Flüchtlinge. Ein Pilzbefall im Holz und die Durchnässung im Keller hatten zu erheblichen Schäden des Gebäudes aus dem Jahr 1908 geführt. Mit nicht ganz soviel schlägt ein Haus an der Erbprinzenstraße zu Buche, das jetzt von sieben Parteien bezogen wird. Bei den zahlreichen Unterkünften für je 40 Flüchtlinge wie an der Julius-Naeher-Straße baue man so flexibel, dass eine andere Nutzung jederzeit möglich sei, so Lamprecht. Denn die Flüchtlingszahlen sind stark zurückgegangen.

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