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Abschied vom SVP? Mittelständische und kommunale Unternehmen wie der Stadtverkehr Pforzheim stehen in Konkurrenz zu milliardenschweren Konzernen.  Foto: Seibel
Abschied vom SVP? Mittelständische und kommunale Unternehmen wie der Stadtverkehr Pforzheim stehen in Konkurrenz zu milliardenschweren Konzernen. Foto: Seibel
26.08.2015

Stadtbus-Zukunft: Sorge um Arbeitsplätze und Bus-Qualität

Oberbürgermeister Gert Hager wird das Gespräch mit Regionalbusverkehr Südwest (RVS) suchen, um die Vorstellungen des Unternehmens im Falle einer möglichen Übernahme der städtischen Buslinien kennenzulernen – „aber auch um ganz klar unsere Vorstellungen zu kommunizieren“. Dies haben Rathaus und SVP-Betriebsrat nach einem Treffen zur Zukunft der Stadtbusse am Mittwoch mitgeteilt.

Die Zusammenkunft, an der auch die Gewerkschaft Verdi beteiligt war, ist der vorläufige Höhepunkt der Aktionen der Arbeitnehmervertreter des Stadtverkehrs um Guido Koch, seit bekannt wurde, dass mit RVS ein privater Investor die Buslinien ab 2017 in Eigenregie betreiben möchte.

Im Mittelpunkt der Diskussion steht aus Sicht der SVP-Belegschaft die Sorge um rund 250 Arbeitsplätze. „Wir wollen auch in Zukunft auf diese Unternehmen Einfluss haben, und wir wollen vor Ort gemeinsam über Fragen von Qualität und Standard sprechen können“, so Hager über die angestrebte gemischtwirtschaftliche Lösung – „im Sinne unserer Fahrgäste und im Sinne der Beschäftigten des SVP.“

Kritiker fürchten auch für die Fahrgäste sowie den Markt negative Folgen, sollte RVS den Zuschlag für den bislang defizitären Betrieb auf eigene Rechnung erhalten. „Ich sage Ihnen, wir werden dann längerfristig einen ausgedünnten Fahrplan kriegen“, so Stadtrat Jens Kück, der für die SPD im Werke-Ausschuss sitzt. Der frühere Regionalverbandschef warnt vor den Folgen des liberalisierten EU-Rechts, das aus seiner Sicht Konzerne begünstigt.

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