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Die Goldstadt lässt grüßen: Goldgelb leuchten nun die Wände des Treppenabgangs zu den Tiefgaragen beim Theater. Frei 
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Mit der Nummer 250 ist Hansjörg Vollmer am Wochenende in Italien an den Start gegangen. Er belegte den zweiten Platz. Privat 

Stadtgeflüster: Glanz für die Goldstadt, blaue Kunst und Flaute im Biergarten

Wer in Pforzheims Unterwelt hinabsteigt, hat neuerdings Erhebendes vor Augen. Frisch gestrichen ist der nördliche Zugang zu den Tiefgaragen des Theaters und des Marktplatzes – in einem erfrischenden Gelb. Wie der städtische Sprecher Philip Mukherjee auf PZ-Nachfrage berichtet, war dieser Anstrich ohnehin nötig. Die Stadtverwaltung habe die Gunst der Stunde genutzt und die das Schmuckjubiläum dominierende Farbe gewählt. Ein Aufkleber mit dem Schriftzug „Goldstadt 250“ werde noch angebracht. Auch der Zugang zu den Garagen auf der Seite des Waisenhausplatzes werde noch auf diese farbenfrohe Weise aufgewertet.

Erste Erfolge mit der Nummer 250

Über Ostern haben die ersten Rennläufe zur Klassik-Motorrad-Meisterschaft in Italien stattgefunden. Dabei handelt es sich um eine Rennserie für Motorräder, die mindestens 30 Jahre alt sind. Auch Hansjörg Vollmer, Chef der Pforzheimer Uhrenfirma Aristo, ging in Franciacorta in der Lombardei an den Start: mit dem Goldstadt-250-Racer (die PZ berichtete). Und die Startnummer 250 scheint Glück zu bringen. So belegte Vollmer mit der im Jubiläumsdesign gestalteten BMW K 75, Baujahr 1985, einen zweiten Platz.

Vor Ort war er ursprünglich mit zwei Maschinen, doch bei der anderen sei der Motor kaputt gegangen, erzählt der sportliche Firmenchef nach seiner Rückkehr. So habe er sich voll auf die Goldstadt-BMW konzentrieren können. „Es wollten alle wissen, was es mit der 250 auf sich hat“, so Vollmer. Er war im vergangenen Jahr Meister in seiner Klasse geworden. Damit konnte er die Startnummer selbst auswählen. Anstelle der üblichen „1“ entschied er sich für die „250“ – die Jubiläumszahl der Goldstadt. Mitgebracht hat Vollmer aus Italien nicht nur viele Eindrücke, sondern auch einen Sonnenbrand. „Wenn ich hier aus dem Fenster schaue, ist das schwer vorstellbar“, sagt er. Im Juni will Vollmer erneut mit dem Goldstadt-250-Racer an den Start gehen – dann im badischen Walldürn. tel/pm

Blaue Kuh sorgt für Aufsehen

Unter die Milchbauern ist jetzt Kreishandwerksmeister Rolf Nagel gegangen, wenn auch nur im übertragenen künstlerischen Sinn. Praktisch als originelles vorgezogenes Ostergeschenk erhielten Nagel und seine Ehefrau Angelika von der Pforzheimer Künstlerin Viola eine kleine Schwester von Kuh „Bibi“. Die blaue Kuh als Acrylglasobjekt zieht seit gut drei Jahren im Allgäu-Ort Wertach auf einer Almwiese die neugierigen Blicke der Wanderer auf sich. Sie steht unweit der Unteren Bicheler Alpe im satten Grün. Das Kunstwerk war Teil der „1. Wertacher KunstRÄUME“ im Jahr 2014 und grüßt weiter als Dauerleihgabe vom Berg. „Bibi“ ist aus dem Almleben nicht mehr wegzudenken. Auf der Bicheler Alpe wird der Kaffee in eigens gestalteten Tassen serviert, und den Sommer über gibt es sogar ein „Bibi“- Gedeck.

Doch zurück zu Rolf Nagel. Seit vielen Jahren wird das Acrylglas für Violas Kunstwerke in seiner Firma im Mäuerach zugeschnitten. Und so hat sich mit der Zeit eine innige Freundschaft der Familien entwickelt. Nagel freute sich über die Überraschung, die bei einem alpenländischen Weißwurstfrühstück zünftig eingeweiht wurde, mit großer Kuhglocke als Zugabe übrigens. Und jetzt grüßt „Alma“, so hat der Kreishandwerksmeister seinen blauen tierischen Zögling getauft, aus dem Garten. Und, was Rolf Nagel besonders freut, ohne Geruchsbelästigung durch Gülle und Mist. gk

Bibbern im Biergarten

So schön hatte sich der Frühling angelassen, dass die PZ noch vor wenigen Tagen unter der Überschrift „Wirte im Wetterglück“ das fröhliche und rege Treiben in hiesigen Biergärten beleuchtete. Jetzt das: Temperatursturz, kalter Wind, sogar Graupel- und Schneeschauer. Wie sehr es ihm und seinen Kollegen die sonst so umsatzträchtigen Osterfeiertage verhagelt hat, dokumentierte Frank Daudert, der Chef des Enzauen-Biergartens, mit einem Foto, das er der PZ zusandte. Darauf zu sehen: lange leere Biertischreihen, mittendrin seine Kellner Ralf Heid und Markus Maier mit entsprechend langen Gesichtern. Karfreitag sei noch ganz okay gewesen, berichtet Daudert. Dann aber ging es bergab. „Ganz schlimm“ nennt Daudert das Wetter und denn auch die Resonanz am Ostersonntag und -montag. Deshalb habe er sich für ein „Break“ entschieden. Wie am gestrigen Dienstag bleibt der Enzauen-Biergarten auch heute dicht. Dann ist Dauderts Team wieder zur Stelle – trotz durchwachsener Prognosen. Unterm Glashausdach sei es warm, und man wolle nicht die Besucher enttäuschen, die etwa vom Gasometer herüberkommen. Wie alle anderen Wirte mit Außengastronomie setzt er nun große Hoffnungen auf das nächste lange Wochenende Ende des Monats – mit einem möglichst sonnigen Maifeiertag als erkleckliche Zugabe. erb