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Unzählige Erinnerungen hängen am Haus der Jugend – wie zum Beispiel vom „Puzzleheim“ im Jahr 2002, das hier seinen Anfang nahm. Foto: PZ-Archiv/Bechtle

Stadtjugendring sucht Erinnerungen aus 70 Jahren Haus der Jugend

Pforzheim. Es ist das Jahr der runden Geburtstage bei der SJR Betriebs gGmbH. Die meisten Lenze im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit zählt mit 70 Jahren das Haus der Jugend. Das wollen die Verantwortlichen mit einem großen Fest gemeinsam mit allen feiern, die Erinnerungen an die Institution an der Westlichen 77 haben.

Was die Räume im Haus der Jugend schon alles gesehen haben – Alison Bussey, pädagogische Geschäftsführerin der SJR Betriebs g GmbH, und Erzieherin Roberta Link können es nur Erahnen. Genau deshalb suchen sie Besucher, die ihre Erinnerungen aus 70 Jahren Haus der Jugend mit ihnen teilen. Sei es der erste Kuss beim „Cola Ball“, der Stenografiekurs für Frauen oder spannende Ferien in Lindelbrunn– „es gibt kaum jemanden in der Stadt, der keine Erinnerungen an das Haus der Jugend oder den Stadtjugendring hat“, erklärt Bussey, während sie durch den Bau spaziert, der Ende August wieder seiner Bestimmung, Treffpunkt und zweites Zuhause für die Pforzheimer Jugend zu sein, zugeführt werden soll. Diese Erinnerungen wollen Bussey und ihr Team bei einem großen Fest am Samstag, 29. Juni, auf dem Marktplatz wieder aufleben lassen. Unter dem Motto „Zurückgespult“ geht es darum, jene zusammenzubringen, die früher Besucher an der Westlichen 77 waren, um „gemeinsam nostalgisch“ zu werden, so die Geschäftsführerin. Krönung des Ganzen soll ein Gruppenfoto werden. Mit etwa 400 Besuchern rechnet das Team derzeit.

Gleichzeitig sind aber auch Erinnerungsstücke aus 70 Jahren Kinder- und Jugendarbeit in Pforzheim gefragt. Fotos, Bastelarbeiten, Instrumente – alles ist willkommen. „Wir wollen sieben Bauzäune aufstellen, für jedes Jahrzehnt einen, und die Erinnerungsstücke daran festmachen“, erklärt Link. Nach dem Fest, das von 15 bis 18 Uhr bei Kaffee, Kuchen und Spielangeboten stattfinden soll, die Exponate dann im Neuen Rathaus ausgestellt werden, um den Gemeinderäten „die volle Dosis Haus der Jugend“ zeigen zu können. Neben Nostalgie gehe es am 29. Juni nämlich auch darum, ein Zeichen zu setzen, wie Bussey sagt: „70 Jahre hat es Bedarf an Kinder- und Jugendarbeit gegeben, seit 70 Jahren haben wir dafür kämpfen müssen. Wir hoffen, dass viele Ehemalige zusammenkommen, um ihre Stimme für den Stadtjugendring zu erheben.“

Weitere Informationen telefonisch unter (07231)144280.