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Musikreferent Jan Wörner mit den Kindern der Stadtmission Eickhoff
Musikreferent Jan Wörner mit den Kindern der Stadtmission Eickhoff
10.10.2016

Stadtmission: 125 Jahre Glaube und Hoffnung

Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus unterschiedlichsten Kulturen und Ländern nennen sie ihre zweite Heimat, ihre zweite Familie. Sie besitzt eine wechselvolle Geschichte, mit schönen, berührenden Momenten, aber auch schwierigen und traurigen, als sie zwei Weltkriege erleben musste. 1891 zur Zeit der Industrialisierung wurde sie gegründet, die Pforzheimer Stadtmission.

Seitdem sind 125 Jahre vergangen, die in einem festlichen Jubiläumsgottesdienst in den eigenen Räumen an der Sachsenstraße gefeiert wurden.

Schwieriger Start

Ein junges Migrantenpaar, das vor zehn Monaten nach Pforzheim zog, erzählte von den Schwierigkeiten, die sich in ihrer Unterkunft ergaben, als sie sich für den christlichen Glauben zu interessieren begannen. Sie wurden von den Mitbewohnern deswegen geschnitten und verurteilt. Die Stadtmission nahm sie liebevoll in ihre Gemeinde auf, vermittelte ihnen eine neue Einrichtung und verhalf ihnen so zu einem Neustart. „Ich erinnere mich noch, wie viele Bedenken aufkamen, als wir vor einigen Jahren das Familienzentrum Nord planten, viele hatten Angst, dass darin vor allem missioniert wird. Heute ist es eines unserer erfolgreichsten Familienzentren“, betonte Oberbürgermeister Gert Hager in seiner Begrüßungsrede. Dekanin Christiane Quincke hob in ihrer Rede das große Engagement der Stadtmission hervor. Die Moderatoren und Stadtmissionare Uli Limpf und Dirk Günkel sind sich einig, dass hier immer nur die Menschen gezählt haben, egal wie sie sind und welcher Konfession sie angehören. Volkmar Viehweg, Bürgermeister der Partnergemeinde Stützengrün in Sachsen, sah es nicht nur wie ein Stück Nach-Hause-Kommen an, als er in die Sachsenstraße einbog, tatsächlich war es die Herzlichkeit, mit der er empfangen wurde und die jeden Besucher sogleich umgibt.

Neben der Predigt und den Grußworten spielte auch die Musik eine große Rolle im Gottesdienst. Er war geprägt von alten musikalischen Stücken, die Musikreferent Jan Wörner mit Kindern, Streichern und dem SingGospel-Chor in ein neues Gewand packte.