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Amazon macht ersten Spatenstich im Gewerbegebiet Buchbusch
25.05.2012

Stadträte und Verwaltung machen sich bei Amazon in Bayern kundig

Nicht nur Ulrike Stöcker, Pressesprecherin von Amazon, und Thomas Hörmann, eine Stufe unter der Geschäftsleitung, haben ihren Job gut erledigt. Sondern auch die anderen Mitarbeiter in dem riesigen Logistikzentrum auf der grünen Wiese im Gewerbegebiet von Graben im Kreis Augsburg. Alle tragen sie orangene Warnwesten und Sicherheitsschuhe.

Es ist gewissermaßen die Blaupause für das Logistikzentrum im Gewerbegebiet Buchbusch, nur eben mit einem Dreivierteljahr mehr auf dem Buckel. In Graben haben sie rangeklotzt, dass sie noch das Weihnachtsgeschäft 2011 mitnehmen konnten. Nicht anders wird es 2012 im Pforzheimer Norden sein. Am 26. Juni ist Richtfest. Im Herbst startet der Versandriese, der das kundenorientierteste Unternehmen der Welt sein will, sein Geschäft von Pforzheim aus. Sechs Logistikzentren gibt es bereits in Deutschland.

Eineinhalb Stunden dauert die Ortsbesichtigung samt Einführung für die Delegation aus Pforzheim, die am Morgen der Fahrt ins Allgäu noch einmal zusammenschrumpft ist. Mit von der Partie sind nur noch Carsten von Zepelin (CDU), Jens Kück und Helmut Metzger (beide SPD), Sibylle Schüssler (Grüne), Michael Schwarz (Freie Wähler) und Hans-Joachim Bruch (LLBH). „Linke und WiP hätten hier noch etwas lernen können“, wird OB Gert Hager nach der Betriebsbesichtigung spitz sagen. Aus der Verwaltung hat er noch Heike Müller von Sekretariat von Baubürgermeister Alexander Uhlig und Ralf Striffler von der Öffentlichkeitsarbeit mitgenommen.

Natürlich haben sich die Stadträte – nicht erst beim Mittagessen auf der Terrasse der „Unteren Mühle“ in Schwabenmühlhausen – Fragen zurecht gelegt: über Arbeitsbedingungen, Ergonomie der Arbeitsplätze, Personalstruktur, Fragen der Logistik, Beschäftigungsverhältnisse, Entlohnung.

Doch weit mehr als die Antwort auf diese Fragen, die Firmenphilosophie und -geschichte, die Umsatzzahlen und Perspektiven beeindruckt die Besucher aus Pforzheim die Führung durch das Zentrum, wie es auch in der Goldstadt am Wachsen ist – es ist das Ineinandergreifen der Arbeitsprozesse von der Warenannahme über das Auspacken, das Einlagern bis hin zur Abholung bei Bedarf, das Verpacken und den Versand. Die Unaufgeregtheit, die Geräuscharmut, die Effizienz will sich gar nicht so einfügen in ein vielleicht vorhandenes Zerrbild, das dahinschmilzt wie Schnee in der Sonne. Einzig Sibylle Schüssler will sich nicht recht einreihen in den Chor derer, die Amazon nun mit anderen Augen sehen. Sie sagt: „Das ist nicht meine Welt.“

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