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Minderjährige Azubis der Stadt Pforzheim mussten Alkoholtestkäufe in sechs Läden vornehmen. In vier Fällen erhielten sie verbotenerweise Wodka und andere hochprozentigen Alkohol.
Minderjährige Azubis der Stadt Pforzheim mussten Alkoholtestkäufe in sechs Läden vornehmen. In vier Fällen erhielten sie verbotenerweise Wodka und andere hochprozentigen Alkohol. © Symbolbild: dpa
19.06.2013

Städtische Azubis kaufen undercover Wodka - Hohe Strafen für Verkäufer

Auszubildende bei der Stadt Pforzheim müssen zuweilen undercover arbeiten. Zum Beispiel immer dann, wenn die Stadt Pforzheim mit dem Haus des Jugendrechts Testkäufe durchführt. So versuchten jüngst wieder minderjährige Azubis in Lebensmittelläden, in Tankstellenshops und an Kiosken an hochprozentigen Alkohol zu kommen. Der Einkaufserfolg hätte locker für eine Runde Komasaufen gereicht.

Tatsächlich wurde in vier der besuchten sechs Ladengeschäfte an die Jugendlichen Wodka oder ähnliche Spirituosen verkauft. Auf der einen Seite, so meldet es die Stadtverwaltung, habe sich gezeigt, dass die Verkäufer gut geschult seien. Zudem würden Warnhinweise an den Kassen aufleuchten. Aber trotzdem seien die strengen Vorschriften des Jugendschutzgesetzes häufig nicht beachtet worden. Genau diese Missachtung kann jedoch teuer werden.

Die Angestellten müssen mit Bußgeldern bis 300 Euro rechnen. Wenn der Geschäftsinhaber selbst den Alkohol an Minderjährige verkauft, sieht der landeseinheitliche Bußgeldkatalog einen Betrag von 2.000 Euro vor. Bislang wurden fast 70 Testkäufe durchgeführt, bei jeder zweiten Undercover-Alkoholbeschaffung wurde hochprozentiger Alkohol oder Tabak an Jugendliche verkauft. Aufgrund dieser weiterhin erschreckend hohen Quote sollen, so die Stadtveraltung, auch künftig Testkäufe durchgeführt. pm/tok

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