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Nur eine Notlösung: Mangels Masse werden Fahrräder vor der Commerzbank auf dem Leopoldplatz schon mal am Baumgitter angekettet. Foto: Lorch-Gerstenmaier/Seibel
Nur eine Notlösung: Mangels Masse werden Fahrräder vor der Commerzbank auf dem Leopoldplatz schon mal am Baumgitter angekettet. Foto: Lorch-Gerstenmaier/Seibel
Seit drei Jahren wird am neuen Hilda-Gymnasium unterrichtet. Einen Fahrradständer sucht man dort bis heute vergebens.  Foto: Seibel
Seit drei Jahren wird am neuen Hilda-Gymnasium unterrichtet. Einen Fahrradständer sucht man dort bis heute vergebens. Foto: Seibel
05.10.2015

Ständer fehlen: Wie fahrradfreundlich ist Pforzheim?

Pforzheim. Zu den von der Stadt aufgestellten rund 170 „Fahrrad-Anlehnbügeln“ – so heißen sie offiziell – gehören sie nicht: die Metallgitter um die Bäume auf dem Leopoldplatz zwischen Bussteig und Commerzbank. Doch nichts unterscheidet sie in der Funktion von den eckigen Ständern vor der Deutschen Bank: Wer sein Radl liebt und gegen Diebstahl schützen will, kettet seinen Drahtesel an.

Hohe zu erwartende Frequenz – wie bei Einkaufs- oder Kulturbereichen – ist nach Aussage des städtischen Pressereferenten Philip Mukherjee eines von mehreren Kriterien, nach denen vom dafür zuständigen Grünflächen- und Tiefbauamt Fahrradständer aufgestellt werden (Kostenpunkt: 200 bis 250 Euro). Ein anderes Kriterium – neben ausreichend Platz – ist eine vorhandene viel benutzte Fahrradroute. „Wir werden uns die Situation am Leo noch mal genauer anschauen. Das ist aus Platzgründen nicht ganz so einfach. Zusätzlich muss beachtet werden, wie die Leitungen dort verlaufen. Den Bedarf erkennen wir aber an“, sagt Mukherjee auf PZ-Nachfrage.

Für Neubauvorhaben müssen seit März dieses Jahres nach der neuen Landesbauordnung analog zu Stellplätzen für Autos auch solche für Fahrräder nachgewiesen werden. Einige „Private“ sind jedoch schon vor der gesetzlichen Vorgabe vorgeprescht. Gut angenommen werden in der westlichen Bahnhofsunterführung nicht nur die 20 verschließbaren Fahrradboxen – sondern auch die über ein Dutzend „Anlehnbügel“ für fahrradaffine Bahn-Pendler. Davon gibt es immer mehr, insbesondere, seit die Stadt Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen Baden-Württemberg geworden ist. Es sei das Ziel, in den kommenden Jahren ein stadtweites Radverkehrsnetz auszubauen, so OB Gert Hager im vergangenen Jahr.

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