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28.05.2008

Stark ätzende Flüssigkeit läuft bei Firma Würth aus – Feuerwehr rückt in Schutzanzügen an

PFORZHEIM. Die Pforzheimer Feuerwehr ist im Dauerstress: Nach den vielen Bränden und Unfällen in den vergangenen Wochen musste sie sich am Dienstag um einen explodierten Überspannableiter und ausgelaufene Säure kümmern. Um 19.25 Uhr hatte die automatische Brandmeldeanlage des Unternehmens Würth in der Oststadt die Feuerwehr alarmiert. Dort gab es einen Chemieunfall.

Vermutlich durch Überhitzung eines Tanks, so die Feuerwehr in einer Pressemitteilung, seien rund 200 Liter Wasserstoffperoxid ausgelaufen. Davon erfuhren die Floriansjünger – 35 Mann in elf Fahrzeugen – während der Anfahrt von der Hauptfeuerwache zur Östlichen Karl-Friedrich-Straße. Sie wussten: Wasserstoffperoxid ist stark ätzend und kann beim Kontakt mit anderen Stoffen heftig bis explosionsartig reagieren.

Mit Schutzanzügen bekleidet, pumpten die Feuerwehrmänner die Chemikalie in Spezialbehälter der Firma Würth. Ein Mitarbeiter der Firma wurde leicht verletzt. Der Einsatz dauerte bis in die späten Abendstunden. Während der Dauer der beiden Einsätze in der Oststadt wie im Umspannwerk im Brötzinger Tal hielten sich weitere 50 Kräfte in den Feuerwehrhäusern bereit.