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JGR-Vize Paul Günther (rechts) spricht im Ratssaal offen über Autismus. Vorsitzender Rico Edelmann (Mitte), Beisitzer Jonathan Rapp und Geschäftsstellenleiterin Mirjam Bußmann lauschen seinen Worten. Foto: Baumgärtel
JGR-Vize Paul Günther (rechts) spricht im Ratssaal offen über Autismus. Vorsitzender Rico Edelmann (Mitte), Beisitzer Jonathan Rapp und Geschäftsstellenleiterin Mirjam Bußmann lauschen seinen Worten. Foto: Baumgärtel
03.05.2019

Starkes Statement: Jugendgemeinderat Paul Günther steht öffentlich zu seiner Behinderung

Pforzheim. „Ich habe kein Problem damit, mich hinzustellen und zu sagen: Ich bin Autist“, sagt Paul Günther. Auch nicht im Ratssaal, in dem an diesem Donnerstagabend der Jugendgemeinderat (JGR) öffentlich tagt.

Da ist es exakt einen Monat her, dass der stellvertretende Vorsitzende des Gremiums anlässlich des Weltautismustags am 2. April ein Video ähnlichen Inhalts auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht hat.

Was unter den schlichten Tagesordnungspunkt „Bericht zur Inklusion“ fällt, ist ein mutiges Plädoyer. Vielen sei nicht klar, was Inklusion ist, so der 19-jährige Student. Er ist überzeugt: „Wir können eine Menge tun.“ Das fange bei Barrierefreiheit an. Vor allem gelte es, „über das Thema zu sprechen – denn es ist nicht in der Öffentlichkeit“.

Günther ist das beste Beispiel, wie weit der offene Umgang Betroffene bringen kann. Heute ist er der jüngste Ortsverbandsvorsitzende, tritt für die CDU bei der Kommunalwahl an. Daneben ist er Vorsitzender des hiesigen Rings Christlich-Demokratischer Studenten und Vize der Jungen Europäer.

Ideen, wie sich der JGR für alle Menschen mit Behinderung einbringen könnte, hat Günther viele. So würde er etwa gerne regelmäßig Behinderungen auf den Social-Media-Kanälen vorstellen. Er denkt an einen Rollstuhl-Parcours und steht gerne für Vorträge zur Verfügung.

Mehr lesen Sie am Samstag, 4. Mai, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.