nach oben
Sie leben in einem gemeinsamen Zimmer im Haus Maihälden: Lore und Günter Stenzel. Ob das ab 2019 noch möglich sein wird, hängt von der Entscheidung der Heimaufsicht ab. Foto: Seibel
Sie leben in einem gemeinsamen Zimmer im Haus Maihälden: Lore und Günter Stenzel. Ob das ab 2019 noch möglich sein wird, hängt von der Entscheidung der Heimaufsicht ab. Foto: Seibel
05.01.2017

Stationäre Pflege und Behindertenhilfe vor Umbau: Trennung per Gesetz?

Pforzheim. Im Schnitt bekommt Burkhard Neetz, Leiter des Hauses Maihälden, 50 Anfragen im Monat. Im Sommer waren es auch schon mal 90 Suchende nach einem Pflegeheimplatz, die er abweisen musste.

Denn das Heim ist belegt. Seit rund zwei Jahren gebe es kaum eine Entspannung bei den stationären Pflegeplätzen, sagt der 61-jährige Neetz. Und auch die sechs Plätze in der Kurzzeitpflege sind heiß begehrt. Die Situation wird sich zuspitzen. Wenn die Landesheimbauverordnung im Jahr 2019 endgültig greift, dann sollen in Pforzheim alle Doppelzimmer in Heimen wegfallen, das sind etwa 15 Prozent der momentan 1763 Plätze. Das ist das Ergebnis einer Bachelor-Arbeit des Altenpflegers Thomas Fuchs (die PZ berichtete). Das Gesetz will die Wohnqualität verbessern. Doch nicht nur Neubauten müssen diese Vorgaben umsetzen, sondern auch der Bestand.

Das Haus Maihälden aus dem Jahr 1993 verfügt über 106 Pflegeplätze und auf allen Etagen über großzügige Innenhöfe mit Sitz- und Spielecken. Das Ehepaar Stenzel lebt in einem von 28 noch bestehenden Doppelzimmern (56 Betten). Die wurden 1993 aufgrund der Förderrichtlinien ausgewiesen, erklärt Neetz. So wie die Stenzels leben insgesamt fünf Paare zusammen. Damit soll 2019 Schluss sein.

Mehr lesen Sie am Samstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.