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Anita Boudefar vertreibt sich die Zeit mit Sohn Rayan beim Spielen.
Anita Boudefar vertreibt sich die Zeit mit Sohn Rayan beim Spielen.
Zum Ende der Vesperkirche ist es an der Essensausgabe noch einmal richtig voll. Insgesamt gehen am Abschlusstag 550 Portionen Rouladen mit Teigwaren und Krautsalat über den Tresen.  Ketterl
Zum Ende der Vesperkirche ist es an der Essensausgabe noch einmal richtig voll. Insgesamt gehen am Abschlusstag 550 Portionen Rouladen mit Teigwaren und Krautsalat über den Tresen. Ketterl
Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh im Gespräch mit den Gästen. Doris Müller, Edith Veriel und Ilse Singer (von links).
Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh im Gespräch mit den Gästen. Doris Müller, Edith Veriel und Ilse Singer (von links).
Pastoralreferent Tobias Gfell bedankt sich bei Gabriele Napiwotzki, Elisabeth Schweizer und Rudolf Mehl vom Organisationsteam (von links).
Pastoralreferent Tobias Gfell bedankt sich bei Gabriele Napiwotzki, Elisabeth Schweizer und Rudolf Mehl vom Organisationsteam (von links).
Erika Hagen (links) und Ursel Ludwig füllen Süßigkeiten für die Kinder ab.
Erika Hagen (links) und Ursel Ludwig füllen Süßigkeiten für die Kinder ab.
Helferinnen wie Gudrun Deißler, Barbara Quenzer und Angelika Speer (von links) sortieren die Kuchenspenden.
Helferinnen wie Gudrun Deißler, Barbara Quenzer und Angelika Speer (von links) sortieren die Kuchenspenden.
14.02.2016

Statt ausgrenzen auf Begegnungen setzen: Vesperkirche geht zu Ende

Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh hält die Predigt. Er spricht zum Thema Fasten (Jesaia 58, 1-9a). „Ich sehe, dass die Kluft zwischen Armen und Reichen in unserem Land immer größer wird. Aber viele bezeichnen das als gerecht, weil doch jeder und jede das bekommt, was er/sie sich selbst verdient.“ Cornelius-Bundschuh weiter: Er sehe, dass viele fordern, dass Europa sich abschottet und seine Grenzen besser gegen Flüchtlinge sichere.

Das entspräche dem Recht und sei gerecht. „Gott will, dass wir den Menschen, die bei uns Zuflucht suchen, beistehen und dass wir die Ursachen der Flucht beseitigen. Die Kriege müssen ein Ende finden. Die Menschen müssen gut von ihrer Arbeit leben können und eine Zukunft für ihre Kinder sehen.“ Dann müsse niemand mehr fliehen.

Die Fastenaktion der evangelischen Kirche heißt: „Großes Herz! Sieben Wochen ohne Enge“. Sie mache Mut, Gottes Barmherzigkeit in unserem Leben aufzunehmen und aus ihr zu leben. „So, wie Sie das in den vergangenen vier Wochen hier in der Vesperkirche getan haben.“ Hier sei es vorgelebt worden: Das große Herz öffne sich der Not der einzelnen Menschen – und setze damit ein Zeichen für eine neue Kultur der Barmherzigkeit. Statt auszugrenzen, setzen sie auf Begegnungen – zwischen den Generationen, zwischen Einheimischen und Fremden, zwischen denen, denen es besser geht und denen, die sich elend fühlen, so Cornelius-Bundschuh. Die Pforzheimer Vesperkirche mache Mut, gegen die Angst, es könne nicht reichen.

Die Kinder der Vesperkirche zeigen mit Betreuerin Erika Hagen eine Szene zum Leitspruch der Vesperkirche: Nichts was wir nicht weitergegeben haben, wird jemals wirklich unser sein. Mitglieder des Motettenchores und des Bachorchesters unter der Leitung von Ulrich Hauser und Kord Michaelis gestalten den Gottesdienst musikalisch.

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