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Auch in Asylunterkünfte brachten die Sternsinger ihren Segen. Foto: Privat
Auch in Asylunterkünfte brachten die Sternsinger ihren Segen. Foto: Privat
15.01.2016

Sternsinger haben fleißig gesammelt – Negativtrend hält jedoch an

Pforzheim. Sie werden die kleinen Boten der Nächstenliebe genannt: die Sternsinger, die in ihren bunten Kleidern als Könige und Sternträger verkleidet zu Beginn des Jahres in die einzelnen Häuser und Wohnungen kommen, um die Weihnachtsbotschaft zu überbringen und beim Gehen den Segen an die Türen zu schreiben. Ob in Afrika, Asien oder Lateinamerika – die Sternsinger helfen mit ihrer Aktion Kindern in zahlreichen Ländern, damit deren Leben lebenswerter wird. Auch das Leitwort ändert sich. Dieses Jahr lautete es „Respekt für dich, für mich, für andere – in Bolivien und weltweit“.

So waren wieder Hunderte von Kinder und Jugendliche im Katholischen Dekanat Pforzheim unterwegs – auch wenn es nicht überall einfach war, junge Menschen zu finden, die sich in die Aktion einbringen wollten. Auch die Spenden sind rückläufig: Kamen 1999 noch 128.330 Euro zusammen, sank die Summe bis 2015 auf 99.000 Euro und nun auf 97.500 Euro.

Doch das Engagement ist bei den Teilnehmern groß: Oft lassen sich in den Gemeinden auch evangelische Jugendliche für diese Aktion begeistern, etwa in der Gemeinde St. Elisabeth, die in diesem Jahr mit Sternsingern auch in die Unterkunft der Flüchtlinge in der Hagenschießstraße gingen. Auch das Schützenhaus steht bei einer Gruppe jedes Jahr auf dem Programm. So gibt es nach den Pokalen beim traditionellen Dreikönigsschießen auch den Vortrag der Sternsinger zu hören.

Da sich die Gesamtsumme oft aus kleinsten Beträgen zusammensetzt, braucht es viele Besuche in den Wohnungen und Häusern. Auch nach der Aktion geht es teils weiter: Oft sind die Sternsinger zu einem Nachtreffen eingeladen, wie in der Gemeinde St. Elisabeth, bei dem es nicht nur eine Urkunde mit einem entsprechenden Foto der Gruppe gibt, sondern auch für Spiel und Verköstigung gesorgt ist.