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Alle Jahre wieder: Sternsinger von St. Antonius schreiben 2016 den Segen über die Rathaustür. Foto: Privat
Alle Jahre wieder: Sternsinger von St. Antonius schreiben 2016 den Segen über die Rathaustür. Foto: Privat
29.12.2016

Sternsinger tragen den Segen in die Häuser

Pforzheim. In den kommenden Tagen sind in Deutschland rund 330 000 Sternsinger unterwegs, die die Weihnachtsbotschaft zu den Menschen tragen. In die Rolle der Sternsinger, die als Könige und Sternträger unterwegs sind, schlüpfen auch einige Hundert Mädchen und Buben im Dekanat Pforzheim. Am Mittwoch, 4. Januar, sind Abordnungen der katholischen Kirchengemeinde Pforzheim zum sechzehnten Mal zu einem Empfang ins Rathaus eingeladen.

Am Freitag, 6. Januar, stellen die Sternsinger der Stadt in Gottesdiensten ihr diesjähriges Programm vor, ehe sie den Weihnachtssegen in die Häuser tragen. Wer einen Besuch haben will, kann Zettel ausfüllen, die in den katholischen Kirchen aufliegen, oder sich an Pfarrämter wenden.

Mehr als 46 Millionen Euro kamen beim Dreikönigsingen 2016 bundesweit zusammen. Über 20 Prozent des Erlöses stammten aus Baden-Württemberg. Hier sind die Sternsinger seit vielen Jahren Spitzenreiter. Im vergangenen Jahr sammelten die Boten der Nächstenliebe allein rund 4,4 Millionen Euro in der Erzdiözese Freiburg. Im katholischen Dekanat Pforzheim waren es mit 97.500 Euro etwas weniger als im Vorjahr.

Das Kindermissionswerk in Aachen hat 1959 das mittelalterliche Sternsingen neu entdeckt und seit 1961 gemeinsam mit dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend ausgerichtet.

Hilfe für Kenia

Unter dem Leitwort „Segen bringen, Segen sein. Gemeinsam für Gottes Schöpfung in Kenia und weltweit“ weisen die Sternsinger in diesem Jahr auf die Situation von Kindern und Jugendlichen hin, die unter den Folgen des Klimawandels leiden. Das Kindermissionswerk engagiert sich in Kenia dafür, dass die Wasserversorgung gesichert ist und die Landwirtschaft auf bodenschonende Pflanzen umgestellt wird. Zudem sind Bildungsinitiativen in Schulen und Kindergärten geplant. Mit der Aktion im vergangenen Jahr konnten 1550 Kinderhilfsprojekte in 108 Ländern finanziert werden. Das Geld fließt auch in Präventionsprojekte, in den Bau von Familien- und Waisenhäusern und in Slums.