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Von OB-Stellvertreter Rolf Constantin wurden Sternsinger wie Tim Eberendu im Rathaus willkommen geheißen. Foto: Seibel
Von OB-Stellvertreter Rolf Constantin wurden Sternsinger wie Tim Eberendu im Rathaus willkommen geheißen. Foto: Seibel
04.01.2016

Sternsingersammeln in Pforzheim für Bolivien

Pforzheim. Sie werden sich an Dreikönig wieder auf den Weg machen: die jungen Sternsinger der katholischen Kirchengemeinden. Sie werden singen, sammeln und den Segensspruch „Christus mansionem benedicat“ (Christus segne dieses Haus) mit Kreide an die Tür schreiben. „Ich wünsche Euch Freude und Mut – der gehört dazu“, so der katholische Dekan Bernhard Ihle am Montag im Rathaus, wo sich im Foyer bereits zum 15. Mal rund 50 kleine Kaspars, Melchiors und Balthasars als Ehrengäste der Stadt Pforzheim fühlen durften. In Empfang genommen wurden sie von Stadtrat Rolf Constantin (CDU) als offizieller Vertreter von Oberbürgermeister Gert Hager. Das Leitwort der Spendenaktion lautet in diesem Jahr: „Respekt für Dich, für mich, für andere – in Bolivien und der Welt“.

„Ihr seid ein Segen für die Kinder in anderen Teilen der Erde“, so Constantin, selbst seit Jahrzehnten aktiv in der Arbeit der katholischen Kirche. 1988 sammelten die Pforzheimer Sternsinger im Dekanat rund 40 000 Mark – 15 Jahre später waren es bereits 100 000 Euro. Bundesweit verzeichnete man im vergangenen Jahr ein Spendenaufkommen von rund 45 Millionen Euro. Damit unterstützte die katholische Kirche über 2300 Projekte in 111 Ländern der Erde. Von 320 000 Sternsingern bundesweit kommen allein 25 000 aus der Erzdiözese Freiburg, der das Dekanat in Pforzheim gehört. Wenn heute im Bundeskanzleramt die Chefin Angela Merkel 104 Ministranten empfängt, werden keine Goldstadt-Sternsinger darunter sein – das war nur einmal der Fall: als Sternsinger von St. Elisabeth 1998 vom damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder empfangen wurden.