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Ein Stier ist vor dem Schlachter aus einer Birkenfelder Fleischfabrik geflüchtet. Polizisten mussten ihn auf einem Bahngleis vor dem Bahnhof Brötzingen-Mitte erschießen, bevor er wartende Fahrgäste verletzten oder einen Unfall mit Autos auf der nahen B294 verursachen konnte.
Ein Stier ist vor dem Schlachter aus einer Birkenfelder Fleischfabrik geflüchtet © Symbolbild: dpa
13.10.2012

Stier flüchtet aus Fleischfabrik und endet auf Bahngleis

Den wartenden Metzger abblitzen lassen und einmal uneingeschränkte Freiheit genießen – ein Stier hat am Samstagmorgen selbst über sein Schicksal entscheiden wollen und ist kurz vor 9 Uhr vom Firmengelände einer Birkenfelder Fleischfirma geflüchtet. Weil der ausgebüxte Stier jedoch auf den nahen Bahngleisen in Richtung Pforzheim-Brötzingen lief, hat er nicht nur bei den verdutzten Schlachtern, sondern auch bei der Polizei und den Bahnunternehmen AVG und DB für große Aufregung gesorgt. Bevor er wartende Fahrgäste gefährden konnte, endete sein Ausflug in einem Kugelhagel.

Es kann schon einmal vorkommen, dass sich ein Tier dagegen wehrt, vom Metzger fachgerecht zerlegt zu werden. Dass der Stier die Fleischfirma im Brötzinger Tal nicht in Richtung grünes Enzufer, sondern zu den Bahngleisen hin verlassen hat, mahnte die Polizei zur Eile. Das massige Tier bewegte sich auf dem Gleiskörper in Richtung Brötzingen, sodass der komplette Zugverkehr der AVG und der DB vorübergehend eingestellt werden musste.

Weil sich der Stier dem Bahnhof Brötzingen-Mitte und den dort wartenden Fahrgästen auf gefährliche Art und Weise näherte, hatten die mittlerweile schnell vor Ort eingetroffenen Beamten des Polizeireviers Neuenbürg keine andere Wahl mehr: Sie mussten den großen, schweren Stier mit mehreren Schüssen aus einem Gewehr sowie einer Pistole erlegen, ohne dabei andere Menschen oder sich selbst zu gefährden.

Anschließend wurde der Stier von der Fleischfirma mit einem Gabelstapler vom Gleiskörper entfernt und daneben auf einem Grünstreifen abgelegt, von wo er später von der Firma endgültig zur Verwertung abtransportiert werden konnte.

Ein Servicemitarbeiter und ein Notfallmanager der AVG prüfen, ob am Gleiskörper ein Schaden entstanden ist. Bis in die Mittagsstunden fahren deshalb die Züge der AVG mit Schrittgeschwindigkeit.

Das Gleisbett der Deutschen Bahn war nicht betroffen, sodass ab 10 Uhr der Zugverkehr der DB wieder regulär aufgenommen werden konnte. pol

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