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Fetzige Gastgeber. Die „Kräheneck Hexen“ geben beim 22. Hexenball in der Nagoldhalle Guggenmusik zum Besten.  Foto: Falk 

Stimmung in Dillweißenstein: Nagoldhalle wird zum Hexenhaus

Pforzheim. Es ist Tradition, dass Anfang jeden Jahres aus der Nagoldhalle Guggenmusik ertönt, und Hexen und andere Hästräger nach Dillweißenstein strömen. Auch am Samstagabend war es wieder so weit: Denn da veranstalteten die Dillweißensteiner „Kräheneck Hexen“ ihren 22. Hexenball.

Mit dabei: viele Faschingsvereine und –begeisterte aus der Region, die trotz des regnerischen Wetters den Weg in den Pforzheimer Stadtteil fanden – jedoch nicht ganz so viele, wie in den Jahren davor, meinte Hexenmeister Thomas Häffelin. Seien es die letzten Jahre immer über 400 Ballteilnehmer gewesen, rechnete er am Samstagabend mit bis zu 350 Besuchern. Grund sei, dass gleichzeitig jede Menge andere Faschingsveranstaltungen in der Umgebung stattgefunden hätten.

Viele Vereine dabei

Die „Hoi Cravallos“ aus Büchenbronn hinderte das nicht daran, der Nagoldhalle einen Besuch abzustatten. Die Guggenmusiker bildeten mit ihrem Auftritt den Auftakt des Abends. „Wir sind so gut wie jedes Jahr hier“, meinte Selin Bungartz vom Büchenbronner „Kohlrabiner“-Verein, der mit 25 Guggenmusikern und 15 „Köhler-Hexen“ vertreten war: „Die Stimmung und die Leute sind immer gut – und wir sind danach schnell wieder daheim.“ Einen etwas weiteren Heimweg hatten Matze Bossert, Jessica Lahm, Ellen Peukert und die anderen Faschingsbegeisterten der „Fleggafetzer“ aus Hochdorf an der Enz. Die Guggenmusiker waren zum ersten Mal beim Hexenball in Dillweißenstein und freuten sich auf ihren Auftritt und auf gute Stimmung. „Aber das Publikum muss mitmachen“, sagte Bossert.

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen, hieß es für Melanie Meurer, Janne Wagner und David Perkovic. Die drei Musiker der „Kräheneck-Hexen“ schmissen die Getränkebar – mit guter Sicht auf die Bühne. „Wir freuen uns auf die Leute, die Stimmung und aufs Programm“, sagte Meurer, die mit ihren Dillweißensteiner Guggenmusikern außerdem den dritten Programmpunkt des Abends gestaltete. Mit dabei waren außerdem die „Dennacher Trolle“, die Ersinger „Rainwald-Hexen“ und die „Pforzheimer Faschingsgesellschaft“.

„Wenn’s euch gefallen hat, viel Beifall, wenn nicht – behaltet’s für euch“, spornte Fabian Häffelin, der den Abend gemeinsam mit Silvia Billing moderierte, das Publikum an. Und dem schien es zu gefallen. Nach dem offiziellen Programm heizte DJ „Chris“ den Faschingsverrückten ordentlich ein.