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01.12.2009

Stöbern in allen PZ-Ausgaben seit 1. Oktober 1949

PFORZHEIM. Anlässlich ihres 60-jährigen Bestehens öffnet die "Pforzheimer Zeitung" ihr Archiv. Von heute an kann in sämtlichen Zeitungsausgaben seit dem 1. Oktober 1949 auf unserer Internetseite PZ-news geschmökert werden. Sollte es beim Aufrufen des Archivs wegen des starken Andrangs zu Problemen kommen, bitten wir dies zu entschuldigen.

Hier geht es direkt >> zum Archiv. <<

Gucken, was an meinem Geburtstag in der Zeitung stand. Lesen, was die PZ berichtete, als der 1. FC Pforzheim 1991 in der Aufstiegsrunde zur Zweiten Liga scheiterte. Oder einfach mal schauen, welche Anzeigen in der PZ der 50er-Jahre geschaltet wurden. Das alles und noch viel mehr ist von heute an auf PZ-news, der Internetausgabe der "Pforzheimer Zeitung", kostenlos zu finden. Und wer möchte, kann Artikel oder ganze Zeitungsseiten herunterladen, speichern und ausdrucken. Die PZ ist eine der ersten Tageszeitungen in Deutschland, die ihre Archive im Internet komplett öffnen.

4,5 Millionen Artikel

Bis Jahresende läuft die Jubiläumsaktion. Vom 1. Januar 2010 an haben nur noch PZ-Abonnenten Zugriff auf das Archiv. Die wichtigsten Schritte und Funktionen, die das Online-Archiv der PZ bietet, sind auf dieser Seite zu finden.

"Auf ein Geschichtsbuch dürfen sich unsere Leser freuen", sagt PZ-Verleger Albert Esslinger-Kiefer. "Denn in diesem Archiv erschließen sich dem einen alte und vertraute, dem anderen ganz neue Welten." Dafür wurden etwa 650000 Zeitungsseiten von 1949 bis heute an das Medien Haus System (MSH), dem Partner der PZ beim E-Paper, der elektronischen Zeitung im Internet, übergeben. Allein dieser Prozess hat sechs Monate gedauert, in denen 4,5 Millionen Artikel extrahiert, also herausgelesen wurden, damit der Nutzer auf PZ-news über Stichworte einzelne Texte suchen und finden kann. Insgesamt ein Terabyte Archivdaten wurden bei dieser Aktion übertragen.

Bevor dies jedoch möglich war, mussten rund 630000 Zeitungsseiten aus sämtlichen PZ-Ausgaben, die zwischen den Jahren 1949 und 2003 erschienen waren, eingescannt und digitalisiert werden. Die Bad Homburger Firma PPS PrePress Systeme, die auf die Digitalisierung von Zeitungen spezialisiert ist, hat dies für die PZ erledigt. Hunderte von Zeitungsbänden wurden nach Bad Homburg geschafft, wobei einige Zeitungsseiten durch den Archivbrand im Jahr 1991 angesengt waren. "Dabei stört jeder Fitzel Dreck beim Scannen", sagt PPS-Geschäftsführer Siegfried Peis. Fehlten gar ganze Ausgaben, so half das Pforzheimer Stadtarchiv aus.

Dank der automatischen Texterkennung kann nun nicht nur nach ganzen Ausgaben gesucht werden, sondern auch nach einzelnen Stichworten. Sofern das eingegebene Stichwort zu finden ist, spuckt das Archiv den Artikel in Sekundenschnelle aus - inklusive Verknüpfung zu der dazugehörigen Zeitungsseite und Ausgabe. Weil Zeitungen aber nicht nur Artikel und Bilder zu bieten haben, erklärt PZ-Verleger Esslinger Kiefer: "Ich finde einen Blick auf die Anzeigenseiten ganz spannend. Wenn man von dem einen oder anderen Fachgeschäft liest, kommen auch bei mir Erinnerungen hoch."

Mehrwert für die Abonnenten

Von Januar an wird der Zugriff auf das Archiv dann nur noch den PZ-Abonnenten möglich sein. "Der Zugang zu diesem Archiv ist dann ein deutlicher Mehrwert für jene unserer Leser, die mit dem Internet umgehen können und an Pforzheims Nachkriegs-Historie interessiert sind", so Esslinger-Kiefer. Fest steht: "Nichts ist so alt, wie die Zeitung von gestern." Dieser Spruch war einmal. Mit ein paar Mausklicks wird künftig auf PZ-news alten Zeitungen neues Leben eingehaucht.

Hier geht es direkt >> zum Archiv. <<