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60 Zentimeter breit ist der Pfad, 54 die Spur des Rollators, dessen Räder auch noch auspendeln können. Privat
60 Zentimeter breit ist der Pfad, 54 die Spur des Rollators, dessen Räder auch noch auspendeln können. Privat
Ortsvorsteher Karl Schröck kennt das Problem und versteht die Sorgen: Wer zum Urnengrab oder zur Urnenwand gelangen will, muss über einen schmalen Weg gehen und den unebenen Grünstreifen passieren. Erb
Ortsvorsteher Karl Schröck kennt das Problem und versteht die Sorgen: Wer zum Urnengrab oder zur Urnenwand gelangen will, muss über einen schmalen Weg gehen und den unebenen Grünstreifen passieren. Erb
Auch zwischen den Erdgräbern auf dem Hohenwarter Friedhof ist der Plattenbelag so schmal. Für Rollatornutzer und Rollstuhlfahrer bleibt da kaum Spielraum. Zudem sind die Platten nicht überall eben, weil sich an vielen Stellen das Erdreich absenkt.
Auch zwischen den Erdgräbern auf dem Hohenwarter Friedhof ist der Plattenbelag so schmal. Für Rollatornutzer und Rollstuhlfahrer bleibt da kaum Spielraum. Zudem sind die Platten nicht überall eben, weil sich an vielen Stellen das Erdreich absenkt.
17.03.2016

Stolperfalle auf Hohenwarts Friedhof soll verschwinden

Pforzheim-Hohenwart. Schier unlösbar schien dieses Problem auf Hohenwarts Friedhof. Nach einem Ortstermin mit der PZ tut sich nun doch ein Weg auf, um die Sorgen von Besuchern wie Renate Sonnekalb und deren Mutter Maria Weber zu zerstreuen. Nach Angaben des städtischen Sprechers Philip Mukherjee soll der Engpass samt Stolperfalle bei den Urnengräbern verschwinden – zunächst provisorisch, dann dauerhaft.

Weil sie im Wortsinn nicht weiterkam, hatte sich Renate Sonnekalb an die „Pforzheimer Zeitung“ gewandt. Immer wenn ihre Mutter zur Grabstätte ihres Mannes an der Urnenwand auf Hohenwarts Friedhof will, muss die auf einen Rollator angewiesene Frau einen schmalen Pfad überwinden. Einen zu schmalen und zudem gefährlichen Pfad, findet die Tochter. Gleich in mehrfacher Hinsicht für riskant hält Renate Sonnekalb diesen Gang. Die Gehhilfe ihrer 79-jährigen Mutter gerät auf dem schmalen Plattenbelag auf den unebenen Grünstreifen daneben. Eine Grabeinfassung auf der anderen Seite wirkt als Stolperfalle. Und kurz vor der Wand muss die Mutter gezwungenermaßen den Weg verlassen und über Rasen und einzelne Platten holpern. „Ich habe Angst, dass sie fällt“, sagt Renate Sonnekalb. Wiederholt habe sie sich an die Orts- und Stadtverwaltung gewandt und auch auf ähnliche Nöte von Rollstuhlfahrern hingewiesen.

Sicher gehe es nicht nur ihrer Mutter so, sondern vielen weiteren Friedhofbesuchern. Rollstühle haben bereits in Standardausführung oft eine Spurbreite von 70 Zentimetern.

Ortsvorsteher Karl Schröck zeigt vor Ort Verständnis: „Ich bin da auch nicht glücklich.“ Deshalb trägt er die von Mukherjee verkündete Nachbesserung mit. Noch vor Ostern werde die Rasenfläche eben gemacht und auf Höhe des Wegs gebracht. Nach Ostern wolle man daran gehen, den Plattenbelag bei diesen Urnengräbern zu verbreitern.

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