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Stolpersteine sind in Pforzheim verlegt worden.
Stolpersteine sind in Pforzheim verlegt worden. © Ketterl
27.01.2011

Stolpersteine zum Gedenken an Nazi-Opfer verlegt

PFORZHEIM. Zum vierten Mal sind in Pforzheim so genannte „Stolpersteine“ verelegt worden. Sie erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus. An fünf verschiedenen Schulstandorten versenkte der Bildhauer Gunter Demnig insgesamt 60 Steinquader mit polierter goldener Oberfläche. Die meisten Steine sind nun vor der Osterfeldschule zu sehen.

Hier befand sich das von 1936 bis 1938 das Schulgetto, also eine abgeschirmte „Schule in der Schule“ für jüdische Schüler und Lehrer. Seit 1996 wird in Deutschland am 27. Januar, dem Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz, der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Die Verlegung der „Stolpersteine“ fand im Anschluss an die öffentliche Gedenkfeier im Kulturhaus Osterfeld statt. In einer Lesung zitierten Schüler der Osterfeld-Realschule aus Briefen derer, die die Isolation, später die Deportation und die Konzentrationslager überlebten. Im Eingangsbereich der Schule wurde eine dreiteilige Gedenktafel angebracht - „zur Mahnung an die Lebenden, dem Rassismus entschlossen entgegenzutreten“. Pforzheim, so Oberbürgermeister Gert Hager, stelle sich seiner Vergangenheit und zeige mit Veranstaltungen wie dieser, dass man seine Lehren daraus ziehe. Die Bürger zeigten, dass sie dem Rechtsextremismus eine klare Absage erteilten. ol