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08.09.2016

Strafprozess um Derivate wohl erst ab August 2017

Pforzheim/Mannheim. Mit einer Zustimmung des Pforzheimer Gemeinderats zum Vergleichsvorschlag im Rechtsstreit zwischen der Deutschen Bank und der Stadt Pforzheim könnte am 20. September die zivilrechtliche und finanzielle Auseinandersetzung um das Pforzheimer Derivate-Debakel enden.

Der von März 2016 auf kommendes Jahr verschobene Strafprozess gegen Pforzheims Ex-Oberbürgermeisterin Christel Augenstein, Ex-Stadtkämmerin Susanne Weishaar (beide angeklagt wegen schwerer Untreue), den kommissarischen Kämmerer Konrad Weber (wegen Beihilfe) und zwei Mitarbeiter von J.P. Morgan (wegen Betrugs) vor dem Landgericht Mannheim wird dagegen wohl erst im August 2017 beginnen. Diese Einschätzung gab ein Sprecher des Gerichts gegenüber der PZ ab. Damit fällt die juristische Aufarbeitung der Verantwortlichkeiten auch erst in die Zeit nach der Pforzheimer OB-Wahl und dem Wahlkampf. Diese muss inklusive eines denkbaren zweiten Wahlgangs bis spätestens Juni 2017 stattgefunden haben. Amtsinhaber Gert Hager hatte 2009 gegen die nun angeklagte Vorgängerin im zweiten Wahlgang gewonnen.