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Anklage wegen Untreue: Die ehemalige Oberbürgermeisterin der Stadt Pforzheim, Christel Augenstein (links) und die frühere Kämmerin Susanne Weishaar müssen sich vor Gericht verantworten.
Anklage wegen Untreue: Die ehemalige Oberbürgermeisterin der Stadt Pforzheim, Christel Augenstein (links) und die frühere Kämmerin Susanne Weishaar müssen sich vor Gericht verantworten. © PZ-news-Archiv
04.08.2017

Strafprozess um Pforzheimer Derivate-Debakel vor dem Start

Pforzheim. Auf bundesweites Medieninteresse stößt die strafrechtliche Aufarbeitung des Pforzheimer Derivatedebakels von Dienstag kommender Woche an vor dem Landgericht Mannheim: Die Deutsche Presseagentur dpa, meistverbreitete Bezugsquelle von Nachrichten in Deutschland, hat auf den auf 26 Verhandlungstage bis Januar 2018 terminierten Prozess hingewiesen, zu dem sich neben der PZ auch eine ganze Reihe weiterer Berichterstatter angemeldet haben. Riskante Finanzgeschäfte hatten die Stadt Pforzheim bekanntlich in massive Schwierigkeiten gebracht.

2010 zog der Gemeinderat die Notbremse – am Ende stand ein Verlust von rund 57 Millionen Euro. Inzwischen ist ein großer Teil des Geldes nach Vergleichen mit den beiden beteiligten Banken wieder in der Kasse. Wegen Untreue und Beihilfe zur Untreue müssen sich die frühere Oberbürgermeisterin Christel Augenstein (FDP), die damalige Stadtkämmerin Susanne Weishaar, ihr Stellvertreter und heutiger kommissarischer Stadtkämmerer Konrad Weber sowie zwei Bankmitarbeiter verantworten. Ex-Rathauschefin Augenstein wird unter anderem vom Kieler Anwalt und FDP-Politiker Wolfgang Kubicki vertreten. Die Anklage gegen die drei Pforzheimer stammt aus dem Jahr 2013, die gegen die Banker kam 2015 hinzu.

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