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Ganz schön warm hier: Kiyana, Klyn und Chris kontrollieren Autofahrer und posieren mit ihrem Acht-Zylinder-Ford Mustang GT. Späth
Ganz schön warm hier: Kiyana, Klyn und Chris kontrollieren Autofahrer und posieren mit ihrem Acht-Zylinder-Ford Mustang GT. Späth
Tony Alton aus Unterreichenbach mit seinem Gefährt, Baujahr 1938.
Tony Alton aus Unterreichenbach mit seinem Gefährt, Baujahr 1938.
08.05.2016

Strahlende Sonne, heiße Schlitten: Liebhaber amerikanischer Autos treffen sich auf Wihö

Pforzheim. Hört man schon von Weitem das dumpfe Grollen von großen Motoren und bekommt weit und breit kaum einen Parkplatz, weiß man: Es ist wieder so weit, das große US-Car- Treffen der „Goldstadtcruizers Pforzheim“ steht vor der Tür. Geschätzte 1500 Besucher haben am gestrigen Muttertag den „American Way of Life“ gefeiert. Bereits zum 13. Mal trafen sich Autoliebhaber, Aussteller und Schaulustige aus nah und fern auf dem Parkplatz des „Palm Beach“ auf der Wilferdinger Höhe.

Organisator Steffen Vielsack schätzte die Zahl der ausgestellten Autos über den Tag hinweg auf knapp 400. „Es ist ein Kommen und Gehen, wir haben viel zu wenig Platz und sind restlos überfüllt“, beschreibt er die Situation auf dem Parkplatz. Viele Fahrer mussten lange Wartezeiten in Kauf nehmen, um ihren amerikanischen Wagen präsentieren zu können. Der verkaufsoffene Sonntag auf der Wilferdinger Höhe und das sommerliche Wetter trugen wohl dazu bei, dass die Besucher und Aussteller in Schwärmen kamen.

Das Treffen in Pforzheim ist in der Szene sehr bekannt und beliebt, jedes Jahr kommen neue amerikanische Straßenkreuzer und Motorräder dazu. „Einen größeren, geeigneten Parkplatz zu finden, ist allerdings sehr schwer“, bedauerte Vielsack. Es sind Autos aus Stuttgart, Mannheim, Freiburg und sogar der Schweiz zu bewundern gewesen. „Vor allem die rund 30 Hot Rods aus den 30er-Jahren sind eine absolute Seltenheit“, schwärmt Vielsack. Neben den außergewöhnlichen Autos waren auch rund 100 Harley-Fahrer gekommen, um ihre Maschinen unter ohrenbetäubendem Aufheulen des Motors zu präsentieren. Das wohl älteste Auto des Treffens war der Ford Model A Hot Rod, Baujahr 1929. Mit seinem Hemi-Motor mit Blower ist er äußerst selten und zog zahlreiche Autofans an.

Thomas Greil von den „Goldstadtcruizers Pforzheim“ war verantwortlich für das Parken der Autos. „Es ist ein Bombentreffen, wir haben perfektes Wetter und wohl so viele seltene Fahrzeuge wie noch nie beisammen“, freute er sich. Viele der Fahrzeuge werden von ihren Besitzern nicht auf der Straße gefahren, da sie keine Zulassung haben oder einfach zu kostbar sind. So auch der 450 PS Ford Pickup von Tony Alton. Er kommt ursprünglich aus Seattle, lebt aber seit acht Jahren in Unterreichenbach. Er präsentiert seinen Wagen jedes Jahr auf dem US-Car-Treff, ansonsten fährt er ihn nur auf abgesperrten Strecken wie dem Hockenheim-Ring. Die womöglich weiteste Anfahrt hat der fünfjährige Autofan Victor hinter sich. Er kommt aus Moldawien und ist mit seinen Eltern in Pforzheim im Urlaub.

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