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12.05.2008

Strandleben an der Nagold

PFORZHEIM. Segelfliegen, Papier schöpfen und Lagerfeuerromantik:Viele Veranstaltungen boten die 100 Helfer des Pfingstzeltlagers des DLRG Baden 750 Teilnehmern. Das Zelten an der Dietzelwiese erforderte Kreativität.

Vor neun Monaten hatte die Planung des 15-köpfigen Organisationsteams für die vier Tage dauernde Großveranstaltung begonnen. Gestern ging das Zeltlager für die Ortsgruppen aus Baden und Württemberg mit Hilfe von zwölf Ortsgruppen des Bezirks Enz zu Ende. Für Daniel Leutenecker, stellvertretender Vorsitzender der DLRG- Jugend Baden, war das 29. Pfingstzeltlager eine Herausforderung. „Der Platz ist toll, wir hatten die Möglichkeit, richtig laut zu sein.“ Allerdings kam der Strom von einem Aggregat, die Feuerwehr musste für die Wasserversorgung einen Schlauch über 800 Meter zu einem Hydranten legen und als Toiletten mussten Dixiklos herhalten. Denn der idyllische Flecken an der Nagold liegt in einem Naturschutzgebiet. Die DLRG-Jugend hatte eine Ausnahmegenehmigung bekommen.

Oberbürgermeisterin Christel Augenstein hatte die Schirmherschaft und sprach zur Eröffnung. Unter dem Motto „kult stadt gold“ konnten Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Rahmen von 60 Veranstaltungen die Kunst des Kerzengießens lernen, Didgeridoos herstellen, an der Lager-Olympiade teilnehmen und Kanufahren, Volleyball oder Völkerball: Wer nicht mitspielen wollte an den sonnigen Gestaden der Nagold, der konnte sich im Schatten auf einer der vielen Bänke unter den Bäumen ausruhen. Jede Ortsgruppe hatte Zelte und Verpflegung für die eigenen Mitglieder übernommen. In einem Extra-Versorgungszeit kümmerte sich ein Team von morgens um sieben bis nachts um 22 Uhr um das leibliche Wohl der Ehrenamtlichen.

Lutz Eckert sagt: „Wir haben einen kompletten Bus voller Lebensmittel mitgenommen.“ Frische Produkte allerdings wie Salat und Käse haben wir nachgekauft.“

Ein Sicherheitsteam war für die vier Tage rund um die Uhr erreichbar. „Uns ist das wichtig. Wir sind schließlich eine Rettungsorganisation“, sagt Leutenecker.
Die Band „Willenlos“ sorgte am Sonntag für Stimmung und für einen krönenden Abschluss.