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Warnstreik im öffentlichen Dienst: Erzieherinnen und Mitarbeiter der Technischen Dienste protestieren vor dem Neuen Rathaus.
Warnstreik im öffentlichen Dienst: Erzieherinnen und Mitarbeiter der Technischen Dienste protestieren vor dem Neuen Rathaus. © Seibel
26.03.2012

Streik im öffentlichen Dienst führt zu voller Autobahn

Pforzheim. Mehr als 10.000 Beschäftigte des öffentlichen Diensts wollen laut Verdi am Montag im Südwesten ihre Arbeit niederlegen. Vor allem Pendler mussten sich deshalb am Morgen auf erhebliche Probleme einstellen. In Pforzheim protestierten Erzieherinnen und Mitarbeiter der Technischen Dienste vor dem Neuen Rathaus.

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Unter anderem in Stuttgart und Karlsruhe ruhen Busse und Bahnen, auch in Baden-Baden ist der Personennahverkehr eingeschränkt. «Um drei Uhr waren die ersten an den Depots, haben Streikplakate aufgehängt und die Schranken runtergemacht», sagte die Verdi-Sprecherin für Baden-Württemberg, Ursula Schorlepp, der Nachrichtenagentur dpa am frühen Montagmorgen.

Für Abiturienten in entlegenen Schulen Stuttgarts hat die Gewerkschaft Ersatzbusse eingerichtet. Dem Lagezentrum des baden-württembergischen Innenministeriums zufolge blieb ein Verkehrschaos aus. Lediglich auf der Autobahn A8 von Karlsruhe Richtung München staute sich zeitweise der Verkehr auf bis zu 14 Kilometer.

Viele Kindertageseinrichtungen, städtische Ämter und Banken bleiben wegen des Warnstreiks geschlossen. Zudem geht Verdi davon aus, dass kein Müll abtransportiert wird. Zu einer zentralen Kundgebung am Mittag in Stuttgart erwartet die Gewerkschaft mehrere tausend Teilnehmer aus dem ganzen Bundesland.

Verdi fordert für die rund zwei Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst 6,5 Prozent mehr Geld, mindestens 200 Euro. Im Südwesten sind 170 000 Angestellte der Städte und Gemeinden sowie 8200 Angestellte des Bundes betroffen. Von den Warnstreiks erhoffe man sich «ein Angebot, das den Namen auch verdient», sagte Schorlepp. Von Mittwoch an verhandelt die Gewerkschaft wieder mit den Arbeitgebervertretern. dpa

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