nach oben
Streit um die Stimmenkönigin Hella Marquardt.
Streit um die Stimmenkönigin Hella Marquardt. © PZ-Archiv
25.05.2011

Streit um Stimmenkönigin Hella Marquardt

PFORZHEIM. Der Pforzheimer Gemeinderat muss alle seine Mitglieder für den Jugendhilfeausschuss im Juni neu wählen. Somit ist keine einhellige Zustimmung aller 40 Stadträte mehr erforderlich. Die einzelne Nachbestellung der früheren CDU-Stadträtin Hella Marquardt durch die Freien Wähler anstelle ihres verstorbenen Stadtrats Gerhard Hager war am Dienstag daran gescheitert, dass ein Teil der CDU-Stadträte nicht zustimmen wollte.

Die Christdemokraten haben nicht vergessen, dass ihre frühere Stimmenkönigin Hella Marquardt zur Gemeinderatswahl 2009 nicht mehr angetreten war und bei der gleichzeitig stattfindenden OB-Wahl nicht gemäß der offiziellen Parteilinie Amtsinhaberin Christel Augenstein (FDP) unterstützt hatte, sondern den siegreichen Herausforderer Gert Hager (SPD). Die mittlerweile 74-jährige Sozialpolitikerin habe sich auch generell von der Partei entfernt, sagt mancher. Die frühere Stadträtin findet das Verhalten ihrer früheren Fraktionskollegen „unter der Gürtellinie“. Sie hätte ja nur diejenigen im Ratssaal vertreten, für die sich sonst nur wenige einsetzten. „Ich hätte ja keine Parteipolitik gemacht.“

Leserkommentare (0)