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23.04.2008

Streit unter Pärchen endet blutig - Täter geflüchtet

PFORZHEIM. Ein handfester, blutig endender Streit unter Bekannten hat am frühen Mittwochmorgen an der Durlacher Straße in Pforzheim zu einem großen Polizeieinsatz geführt. Eine junger Mann erlitt Schnittwunden an Hals und Hand. Das Haus ist in Polizeikreisen als ständiger Unruheherd bekannt.

Ein Anwohner alarmierte die Polizei und setzte sie von einer Schlägerei in Kenntnis, wie Polizeisprecher Wolfgang Schick sagte. Vor Ort habe sich die Situation so dargestellt, dass ein 19-jähriger Hausbewohner im Lauf der Nacht in Streit mit einer 18-jährigen Bekannten geraten war. In diesen Streit, der sich teilweise vor der Wohnungstür im Treppenhaus ereignet haben soll, hätten sich drei weitere junge Männer eingemischt.

Einer davon, ein 27-Jähriger, soll verantwortlich sein für Schnittwunden an Hals und Hand des 19-Jährigen. Ob diese Wunden von einem Messer oder von einem anderen scharfen Gegenstand herrühren, konnte die Polizei am Mittwoch nicht klären. Die Beamten bewerten den Fall bis auf weiteres als gefährliche Körperverletzung.

Der 27-jährige Tatverdächtige, dessen Identität der Polizei bekannt sei, habe sich noch nicht gestellt. Nach ihm werde gefahndet, so Schick. Dabei seien Streifenpolizisten und Polizeihunde im Einsatz gewesen.

Wie aus Polizeikreisen verlautet, sei es in dem betroffenen Haus keine Seltenheit, dass die Polizei nach dem Rechten schaue. Hier gebe es eine Menge sozialen Zündstoffs. Bewohner aus der Nachbarschaft erklärten PZ-news, dass sie fast jedes Wochenende wegen Ruhestörung die Polizei rufen müssten. In dem Haus, das früher ein Firmengebäude war, gebe es lauter kleine Einzimmerwohnungen, in denen vor allem Sozialhilfeempfänger, viele davon jüngeren Alters, leben würden.

Die Nachbarn beklagen laute Musik und heftige Auseinandersetzungen zu später Stunde. Oft würden wüste Beschimpfungen und alkoholgeschwängertes Gröhlen auf der Straße zu hören sein, weil die Auseinandersetzungen auch vor der Haustüre ausgetragen würden.