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Der Calwer Student Yannik Graf (links) versucht sich im Studio von TV-BW Medienproduktionen als Nachrichtensprecher – vor den Augen von Hochschul-Dozent und TV-BW-Geschäftsführer Jürgen Th. Müller (Vierter von links) .
Der Calwer Student Yannik Graf (links) versucht sich im Studio von TV-BW Medienproduktionen als Nachrichtensprecher – vor den Augen von Hochschul-Dozent und TV-BW-Geschäftsführer Jürgen Th. Müller (Vierter von links) .
13.11.2015

Studenten bei TV-BW vor und hinter der Kamera

Wie sieht es in einem Fernsehstudio aus? Wie werden Nachrichten online aufbereitet, und wie funktioniert die Öffentlichkeitsarbeit einer Großstadt? Um Antworten auf diese Fragen zu finden, haben Studierende des Studiengangs Medien- und Kommunikationsmanagement der SRH Hochschule Calw eine Exkursion nach Pforzheim unternommen.

Der Geschäftsführer der PZ-Tochterfirma TV-BW Medienproduktionen, Jürgen Th. Müller, unterrichtet an der Hochschule das Fach „New Media Management“. Er bot zunächst einen Blick hinter die Kulissen eines Fernsehstudios. „Bewegtbilder sind aus den sozialen Medien nicht mehr wegzudenken und tragen wesentlich zu ihrem Erfolg bei“, unterstrich Müller. Im Studio an der Poststraße lernten die jungen Leute von Redakteurin Jennifer Gilliar, wie Nachrichten gesprochen werden, wie wichtig die richtige Betonung und Neutralität in Mimik und Gestik sind. Bei einem Besuch der Onlineredaktion erfuhren sie von Redaktionsleiter Thomas Kurtz vieles über die erfolgreiche crossmediale Strategie des PZ-Medienhauses und insbesondere die Arbeit von PZ-news. Die Studenten zeigten sich beeindruckt, dass die Onlineredaktion in Echtzeit verfolgen kann, wie viele Menschen das Angebot der PZ online nutzen und welche Themen momentan beliebt sind. Der Onlineauftritt der „Pforzheimer Zeitung“ erziele momentan Rekordbesucherzahlen: Vergangenen Monat wurden über 1,4 Millionen Visits registriert und mehr als acht Millionen Seitenabrufe gezählt, berichtete Kurtz.

Anschließend stand ein Besuch bei der Stadtverwaltung an. Vom Leiter der Öffentlichkeitsarbeit, Michael Strohmayer, erfuhren die Studenten, wie das New Media Management einer Großstadt aussieht. Denn das sei laut Strohmayer heutzutage besonders wichtig. Er lobte die „Pforzheimer Zeitung“, denn „kaum eine Zeitung berichtet über so viele lokale Themen, wie die PZ. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal.“ Um noch mehr Haushalte zu erreichen, setze die Stadt verstärkt auf soziale Medien. Lucie Kunisch erläuterte die einzelnen Aktivitäten. Schon seit 2010 ist die Stadt auf Facebook, Twitter und Youtube aktiv. Später folgten Google+ und das Videoportal Vimeo. Seit diesem Jahr hat die Stadt auch einen eigenen Kanal bei Instagram.

Abschließend sprach der Geschäftsführende PZ-Verleger Thomas Satinsky mit den Studierenden über den Wandel von der analogen zur digitalen Medienwelt und diskutierte mit ihnen über die Zukunft der Branche. Er prognostizierte ihnen gute Berufsaussichten, jedoch seien große Flexibilität und lebenslanges Lernen gefragt.