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Auf der Bühne des Podiums hatten die jungen Darsteller viel Raum für ihr Spiel, das von Anfang an authentisch wirkte.  Foto: Roller 

Suche nach Identität und Sinn: Premiere am Podium des Pforzheimer Stadttheaters

Pforzheim. Scheppernd klingelt das alte Telefon, immer und immer wieder. Es stellt die Verbindung zum Schloss her, denn wer dort hinwill, braucht eine Erlaubnis. Einfach so darf niemand eintreten. Ratlos steht das Mädchen da, zögert, während zwei junge Frauen und Männer sie drängen: Soll sie den Hörer abnehmen? Surreal beginnt die neueste Produktion des Spielclubs Pforzelona am Stadttheater und nimmt damit die Stimmung der literarischen Vorlage auf: Franz Kafkas letztlich Fragment gebliebener Roman „Das Schloss“ ist ein düsteres, stellenweise bedrückendes, aber auch unfreiwillig komisch wirkendes Stück Literatur, das wirkt wie ein Traum, an dessen Ende man erwacht und nichts verstanden hat.

In die Gegenwart geholt

Die Jugendlichen Mia Klötschen, Melanie Stach, Samira Tadic, David Leyer und Finn Weidl haben ihn zusammen mit Swantje Willems und Sascha Mey vom Stadttheater in die Gegenwart geholt, haben nach Anknüpfungspunkten an die Lebensrealität junger Menschen gesucht und dabei stark assoziativ gearbeitet. Da ist ein Junge, der weiß, dass er schwul ist, der sich

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