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Walter Hilber
Walter Hilber
25.09.2012

Supermarkt auf Rodrücken: Fronten verhärtet

Pforzheim. „Ungeklärte Fragen“ und „krasse“ Widersprüche: In einem Schreiben an Baubürgermeister Alexander Uhlig hat der Bürgerverein Rodrücken noch einmal seine Position untermauert. Er spricht sich klar gegen den Bau eines großen Supermarkts an der Postwiesenstraße aus und gibt der Stadtverwaltung Hausaufgaben auf.

Wie berichtet, arbeitet Stadtplaner Michael Wolf mit seinem Team an einer weiteren Vorlage für den Gemeinderat, in dem die Argumente für und gegen den 1440 Quadratmeter großen Vollsortimenter thematisch gebündelt noch einmal erläutert werden. Laut Wolf ist die Stadtverwaltung nach wie vor der Überzeugung, dass die Vorteile überwiegen.

Der Bürgerverein sieht das anders. Der Bedarf für einen solchen Markt – dafür müsste das „allgemeine Wohngebiet“ an dieser Stelle in ein Sondergebiet umgewidmet werden – sei längst nicht erbracht. Widersprüche haben die Gegner in den bislang vorliegenden Gutachten ausgemacht. Sie verweisen ihrerseits auf „absolut wertneutrale“ Statistiken renommierter Institute. Diese gingen für einen Supermarkt solcher Größe von einer deutlich höheren Kundenfrequenz und damit auch von einem stärkerem Verkehrsaufkommen aus. Außerdem gefährde der geplante Bau auf dem Rodrücken die Einzelhandelsstruktur im nahen Dillweißenstein.

Dass Investor Edeka vertraglich zu Mindest-Betriebslaufzeiten des Markts am Ludwigsplatz und des Neubaus an der Postwiesenstraße verpflichtet werden kann, glauben die Gegner nicht. Zudem verweisen die Unterzeichner auf städtebauliche Aspekte. Mitten in einem Wohngebiet könnten nicht „an x-beliebiger Stelle plötzlich gewerblich genutzte Stellen entstehen“. Der Gestaltungsbeirat solle deshalb frühzeitig einbezogen werden.

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