nach oben
Beäugen die Expertisen kritisch: Walter Hilber (links) und Sven Ulrich. Erb
Beäugen die Expertisen kritisch: Walter Hilber (links) und Sven Ulrich. Erb
13.12.2013

Supermarkt-Gegner fühlen sich bestätigt

Pforzheim. Die Stadtverwaltung hat eine Bürgerinformation veranstaltet, den Bebauungsplan auf eine Ehrenrunde durch den Gemeinderat geschickt und eigene Gutachten nochmals überprüfen lassen. Die Zweifel der Gegner des an der Postwiesenstraße geplanten Supermarkts hat sie nicht ausgeräumt. Im Gegenteil.

Der Bürgerverein Rodrücken fühlt sich durch die aktuellen Analysen bestärkt. Er hält an seiner Kritik fest und erwägt eine Klage, sollten die Stadträte in der Sitzung am kommenden Dienstag dem Bebauungsplan „Südlich der Postwiesenstraße“ ihren Segen geben.

Walter Hilber, Dieter Finna und Sven Ulrich haben die gutachterliche Stellungnahme zu den Expertisen der Stadt studiert und Akten gewälzt. Korrekt analysiert, aber falsch interpretiert: So lässt sich die Einschätzung des Bürgerverein-Vorstands zusammenfassen.

Der von den Gegnern selbst bei einem internen Treffen mit städtischen Behördenleitern vorgeschlagene Gutachter Donato Acocella hatte den Supermarkt als „Glücksfall“ bezeichnet, der eine Nahversorgungslücke schließe. Dabei führe dessen Expertise nach Lesart der Projektgegner vor Augen, dass es im Rodgebiet keinen Bedarf für einen 1440 Quadratmeter großen Supermarkt gebe. Die Planung basiere auf Annahmen, die „die Stadtentwicklung zerstören“, heißt es in einem von Hilber, Finna und Ulrich unterzeichneten Schreiben. Das Projekt dürfe „so nicht umgesetzt werden“.

Mehr dazu in der Print-Ausgabe und im E-Paper der „Pforzheimer Zeitung“.

Leserkommentare (0)