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Hündin „Bella“ tollt über das Grün an der Postwiesenstraße. An dieser Stelle soll ein 1450 Quadratmeter großer Lebensmittelmarkt entstehen. Foto: Seibel
Hündin „Bella“ tollt über das Grün an der Postwiesenstraße. An dieser Stelle soll ein 1450 Quadratmeter großer Lebensmittelmarkt entstehen. Foto: Seibel
01.03.2013

Supermarkt-Pläne fürs Rodgebiet: Klage droht

Pforzheim. Still ist es um das Großprojekt „Supermarkt an der Postwiesenstraße“ geworden. Doch der Schein trügt. Die Gegner halten an ihrem Protest fest und sind zur Klage bereit.

Die Stadtverwaltung hatte das umstrittene Großprojekt „Supermarkt im Rodgebiet“ auf eine Ehrenrunde durch die Gremien geschickt. Der Gemeinderat votierte im November mit 16:13 Stimmen dafür, die Änderung des Bebauungsplans „Südlich der Postwiesenstraße“ weiterzuverfolgen. Der künftige Betreiber Edeka sagte zu, nicht nur den zu bauenden Markt mindestens für zehn Jahre zu betreiben, sondern auch weiter den „nah und gut“ am Ludwigsplatz. Kritiker des Projekts hatten befürchtet, dass ein Supermarkt auf dem Rodrücken bei zu geringer Nachfrage zur Bauruine werden oder aber bei guter Kundenfrequenz den Lebensmittelmarkt in Dillweißenstein in den Ruin treiben könnte.

Um jene Gegner ist es in jüngster Zeit ruhig geworden. Bröckelt etwa der Widerstand? Keineswegs, versichert Walter Hilber, stellvertretender Vorsitzender des Bürgervereins Rodrücken. Eindeutig sei das Votum in der Hauptversammlung Mitte Januar gewesen, „dass wir uns rüsten und leider eine Klage vorbereiten müssen“. Ein Anwalt sei eingeschaltet, die Vereinskasse gefüllt. Man sei kampfbereit, sagt Hilber. Nach wie vor gebe es viele „ungelöste Fragen“. Warum das Rodgebiet einen 1450 Quadratmeter großen Vollsortimenter brauchen könnte, sei von der Stadtverwaltung „schlecht begründet“.

Wie berichtet, befürchten die Gegner eine zu hohe Belastung durch Lärm und Verkehr und eine Wertminderung angrenzender Immobilien.

Wilfried Wibusch, Geschäftsführer des Grundstücksbesitzers und möglichen Bauherrn „Bau und Grund“, sieht das Projekt weiter auf gutem Weg.Er geht davon aus, „dass die knappe Mehrheit steht“ und der Gemeinderat den Bebauungsplan zur Satzungsreife führt.