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Sie schätzen die Suppenküche: Jörg Vester, Martin Steinmetz (beide Neuapostolische Kirche) und Frank-Johannes Lemke (Ökumenische Vesperkirche, von links) testen den Eintopf. Foto: Seibel
Sie schätzen die Suppenküche: Jörg Vester, Martin Steinmetz (beide Neuapostolische Kirche) und Frank-Johannes Lemke (Ökumenische Vesperkirche, von links) testen den Eintopf. Foto: Seibel
07.03.2017

Suppenküche ist nötiger denn je: Ehrenamtliche haben in den vergangenen zehn Jahren 8640 Einsätze absolviert

Pforzheim. Es duftet nach Eintopf in der Suppenküche am Schloßberg, als Jörg Vester, Bischof der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland, und Martin Steinmetz, Gemeindeevangelist der Kirchengemeinde Pforzheim-Büchenbronn, vorbeischauen.

Sie haben einen Spenden-Scheck über 1000 Euro für Frank-Johannes Lemke, dabei. Der Vorstandsvorsitzende der Ökumenischen Vesperkirche Pforzheim ist für die Realisierung des Projekts auf 30 000 Euro Spenden jährlich angewiesen und auf die 55 Helfer, die dreimal in der Woche warmes Essen zubereiten. Der Neuapostolischen Kirche sei die direkte Hilfe für Bedürftige ein Anliegen, sagt Vester.

Seit zehn Jahren ist die Einrichtung im Schloßbergzentrum als Fortsetzung der Vesperkirche ein fester Bestandteil in der ökumenischen Arbeit. Menschen wie das Leitungsteam Annelies Gensler, Christiana und Rudolf Mehl und viele Ehrenamtliche haben laut Lemke insgesamt 34 560 Arbeitsstunden abgeleistet. An 1440 Tagen hatte die Suppenküche geöffnet, auch an Feier- oder Urlaubstagen. Hätte man das mit Mindestlohn vergüten müssen, hätte das knapp 300 000 Euro gekostet, sagt Lemke. An Samstagen kämen schon mal bis zu 70 Gäste, sagt Mehl. An normalen Tagen habe sich die Kundenzahl auf 50 Bedürftige, meist ältere Menschen, eingependelt. Ab und zu gibt es statt Eintopf Spaghetti. Dann gebe es Menschen, die weitere Anfahrtswege in Kauf nehmen, sagt Gensler.

Von Anfang an dabei

Sie und viele ihre Mitstreiter haben über die vielen Jahre ihren Elan nicht verloren und sind auch bei der Vesperkirche von Anfang an dabei gewesen.

Lemke will sich die nächsten Monate intensiv um einen neuen Standort kümmern. Denn die Wochen und Monate in dem Haus am Schloßberg sind aufrund der Umgestaltungspläne des gesamten Areals gezählt. Und so suchen die Verantwortlichen eine günstige, innenstadtnahe Alternative, die mit Bussen gut erreichbar ist.

www.pforzheimervesperkirche.de