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Deutliche Fortschritte sind am künftigen Surfstandort sichtbar.  Foto: Meyer 

Surfen in Pforzheim: Die Dauer-Welle dauert

Pforzheim. Da tut sich ja gar nichts – diesen Eindruck hatte so mancher, der in den vergangenen Wochen auf Höhe des Kupferdächles im Metzelgraben nach dem Baufortschritt der Surfwelle Ausschau hielt. Stimmt ja gar nicht, machen nun die Verantwortlichen des Vereins blackforestwave in einer Pressemitteilung deutlich.

Viel ist demnach hinter den Kulissen passiert: die langfristige Konstruktionsplanung sei seit März in vollem Gange.

Es war eben jene Entscheidung, die die ursprünglichen Pläne des Vereins durcheinanderwirbelte: Statt eines temporären Einbaus soll es eine dauerhafte Lösung geben. Verschiedene Gruppen hatten ihr Interesse an einer langfristigen Umsetzung der Welle geäußert. Das Ursprungskonzept sah eine Konstruktion vor, die für einen mehrwöchigen Surfbetrieb in den Kanal ein- und wieder ausgebaut werden sollte. Nun wird eine Konstruktion anvisiert, welche vorzugsweise das ganze Jahr über im Metzelgraben verankert bleiben soll, um so an möglichst vielen Tagen das Surfen in Pforzheim zu ermöglichen.

Dies machte eine Überprüfung der bisherigen Planung für die Holzkonstruktion notwendig, die für die spätere Entstehung der Welle verantwortlich sein wird. „Um dies zu realisieren, verfolgt der blackforestwave seit März eine Optimierung des technischen Konzepts. Dabei soll eine Absenkungsmöglichkeit der Holzkonstruktion eine flexible Reaktion auf unterschiedliche Pegelstände im Kanal ermöglichen“, schreiben die Verantwortlichen in einer Pressemitteilung.

Zudem habe der Verein zu Beginn des Jahres nochmals Strömungsmessungen vorgenommen, um mit exakten Werten in Bezug auf die Wassermengen im Kanal arbeiten zu können. Diese seien innerhalb der vergangenen Monate durch das Ingenieurbüro für Wasserbau Wald+Corbe Consulting GmbH hydraulisch überprüft worden. „Diese Berechnungen dienen nun als Grundlage für die Optimierung des bisherigen Konzeptes und erlauben nun die finale Konstruktion des Holzeinbaus für die Surfwelle“, heißt es in der Pressemitteilung.

Zusammen mit der Ingenieurgruppe Bauen als technischer Partner sei das ehrenamtliche Team Ende Juni in die neue Konstruktionsphase gestartet. Durch die langfristige und damit aufwendigere Konstruktionsplanung der Surfwelle sowie das Vorliegen der hydraulischen Berechnungen freut sich der Verein auf die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen, das Sicherheit in die Konstruktionsentwürfe des Technikteams bringt. Durch die Kooperation sei man zuversichtlich, dass einer zweiten Bauphase im Jahr 2019 nichts mehr im Wege steht.

Ob der Bau wie ursprünglich geplant im Herbst fertig sein wird, ist allerdings unklar. „Der Surfstart wird letztendlich von der tatsächlichen Umsetzungsgeschwindigkeit abhängen. Und da wir alle ehrenamtlich neben unseren Vollzeitjobs für den Verein arbeiten, können wir hier keine exakte Angabe treffen“, so Vereinssprecherin Kristin Bechtold.

Bärbel Schierling

Bärbel Schierling

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