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Roland Ganninger (links) und Christa Letzelter-Walch vom Edith-Stein-Gymnasium Bretten übergeben das Wandernagelkreuz an Rolf Constantin. Foto: Ketterl
Roland Ganninger (links) und Christa Letzelter-Walch vom Edith-Stein-Gymnasium Bretten übergeben das Wandernagelkreuz an Rolf Constantin. Foto: Ketterl
08.02.2018

Symbol der Versöhnung: Wandernagelkreuz von Coventry im Rathaus

Pforzheim. Das Wandernagelkreuz, gefertigt aus einfachen Zimmermannsnägeln und damit dem Nagelkreuz aus der von Deutschen 1940 zerbombten Kathedrale von Coventry nachgebildet, erinnert an Krieg und Zerstörung. Mehr aber noch daran, dass Versöhnung und ein Handschlag auch nach einem mörderischen Krieg möglich sind. 2005 überreichte der frühere Propst von Coventry, Very Reverend John Petty, an die Evangelische Stadtkirche Pforzheim ein eigenes Nagelkreuz.

Seitdem kommt das Wandernagelkreuz in den zwei Wochen vor dem 23. Februar als dem Jahrestag des verheerenden Bombenangriffs auf Pforzheim in die Goldstadt, dieses Jahr vom Edith-Stein-Gymnasium Bretten. Gestern nahm Stadtrat Rolf Constantin (CDU) es stellvertretend für Oberbürgermeister Peter Boch im Rathaus in Empfang, überreicht von Roland Ganninger als Vertreter des Pforzheimer Nagelkreuzzentrums.

Constantin würdigte im Beisein der evangelischen Dekanin Christiane Quincke, von Stadträtin Ellen Eberle (SPD) und der stellvertretenden Kulturamtsleiterin Claudia Baumbusch die Aussöhnung und das Erinnern an die Vergangenheit, ohne das es kein Morgen gebe. Er und anschließend Roland Ganninger stellten die Rolle und Verpflichtung der jungen Generation heraus, Hass, Krieg und Zerstörung nicht wieder zuzulassen. Das Kreuz wird bis 23. Februar in einer Vitrine im Erdgeschoss des Rathauses zu sehen sein, bevor es weiterwandert in die Partnergemeinde der Stadtkirche Pforzheim in Michendorf-Wildenbruch (Berlin).