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Künstler und Zen-Mönch Gregor (Mitte) hat seine Gäste, (von links) Restaurantfachfrau Wioletta, Fremdsprachensekretärin Ellen, die Pforzheimer Diva Angelica Witzenmann und Vorstandsvorsitzenden Frank, mit selbst gezupftem Grünzeug verwöhnt. © Fotos: VOX/Granada/Schüller
26.01.2012

TV-Show: "Sch..." verstört Angelica Witzenmann

Es muss ein Schock für Angelica Witzenmann gewesen sein. Die Entertainerin aus der Goldstadt musste mitanhören, wie Fremdsprachensekretärin Ellen das Wort "Sch..." in den Mund genommen hatte. Und das alles zur besten Sendezeit im Fernsehsender Vox. Die sei ja fast ausgeflippt, staunte die schillernde Persönlichkeit aus der Pforzheimer Metallschlauch-Dynastie. Sie selbst ist ganz ruhig geblieben beim "Perfekten Dinner" in Gernsbach, das der Künstler und Zen-Mönch Gregor unter das Motto "Gemeinsam, achtsam genießen" gestellt hatte.

Bildergalerie: Pforzheimer Diva Angelica Witzenmann beim "Perfekten Dinner"

Wie es sich für einen Zen-Mönch gehört, hat Gregor die Zutaten für seinen Weinbergsalat selbst gepflückt. Natürlich verbunden mit einer Frischluft-Meditation. Dem Vorstandsvorsitzenden Frank war das zu viel Botschaft aus der Natur. Die gezupften Blüten fand er "grässlich", wohl auch weil er "lebende Tiere" auf dem Teller hatte.

So etwas wäre bei Angelica Witzenmann nicht passiert, aber sie hatte ja auch beim Delikatessenhändler eingekauft und mit Unterstützung der Schwiegertochter am Herd gestanden. Den "wilden Weinberg-Salat mit Holunderbeeren-Balsamico" gab es mit einer Murgtal-Forelle als Vorspeise. Linksrheinisches bot der Hauptgang: "Bäckeoffen" verbindet man gemeinhin mit dem Elsass. Feucht-fröhlich wurde es dann mit der hochprozentigen Nachspeise: Flambierter Baba mit karamellisierten Birnen. Darin war der Verdauungsschnaps schon reichlich integriert.

So richtig zufrieden war Angelica Witzenmann dann am Ende wohl doch nicht. Ihre sechs Punkte - zehn hätten die Höchstnote bedeutet - warfen den ständig ein bisschen jenseitig lächelnden Künstlermönch in der Gesamtnote zurück. Nur Frank, dem ein auf dem Teller krabbelnder Salat nicht behagt, gab noch einen Punkt weniger.

So liegt jetzt Gregor mit 26 Punkten hinter Angelica Witzenmann und Wioletta, der jungen Restaurantfachfrau mit der wilden Mähne. Beide haben 29 Punkte. Schön, dass sich Alt und Jung hier gemeinsam so wacker schlagen, wobei das nicht genauer ausgeführt werden kann, da Vox bei der Einblendung des Namens von Angelica Witzenmann ein "Alter unbekannt" anfügt. Von Wioletta weiß man, dass sie 25 Jahre alt ist und sich das Dinner beim meditierenden Hobbykoch "etwas anders vorgestellt" hat. Mehr muss man von ihr auch nicht wissen, außer noch, dass sie acht Punkte gab.

Stichwort krabbelnde Tierchen auf dem Teller: Dass das "Perfekte Dinner" phasenweise ans "Dschungelcamp" erinnerte, lag weniger an Insekten und anderem Getier, sondern am Herumgezicke von Ellen. Die musste nämlich bei Gregor übernachten, was ihr nur durch reichlich Gejammer und einer eindrucksvollen Zurschaustellung ihrer erstaunlichen Übellaunigkeit gelang. Auch Angelica Witzenmann hatte mit dem zickigen Wehklagen so ihre Probleme, denn so habe der eigentlich nette Abend an positiver Atmosphäre verloren.

Und Ellen musste zwar nicht in die Dschungelprüfung, aber bei Gregor übernachten, was sie mehrmals am Tisch als seelische Last deklarierte. Dafür gab es am nächsten Morgen ein ganz besonderes, weil extrem karges Frühstück: Zwei Eier, beim Nachbarn eigenhändig aus dem Hühnerstall geholt, und ein Tässchen Tee. "Aber genau so wollte ich es", erklärte Ellen. Da hatte es Wioletta, die bei Angelica Witzenmann übernachten musste, wesentlich besser getroffen. Hier zu frühstücken heißt, nicht hungrig vom Tisch aufstehen zu müssen. Das hatte schon Deutschlands oberster Chorleiter und Massengesangsanimateur Gotthilf Fischer vor über drei Jahren erfahren dürfen, als er in einer Folge der PZ-news-Videoshow "Frühstücksfernsehen" bei der Pforzheimer Diva seine Brötchen schmieren und belegen durfte. 

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