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10.06.2009

Tanklaster überschlägt sich und verliert Weinhefe

Weinselige Stimmung ist bei den Beteiligten des jüngsten großen Lastwagen-Unfalls auf der Autobahn bei Pforzheim nicht aufgekommen, auch wenn reichlich Weinhefe geflossen ist. Mehrere Tausend Liter plätscherten am Mittwoch aus den Tanks eines verunglückten Lastzugs über die Straße in ein Rückhaltebecken an der Anschlusstelle Pforzheim-Süd und mussten dort bis in die Abendstunden abgepumpt werden. Der Sachschaden: über 100.000 Euro.

Um 12.42 Uhr krachte es wieder einmal auf der A 8, rund 200 Meter vor der Anschlussstelle Pforzheim-Süd in Fahrtrichtung Karlsruhe. Wieder einmal handelte es sich um einen Auffahrunfall, an dem Lkw beteiligt waren. Am Mittwoch waren es gleich drei Lastwagen. Der 39-jährige Fahrer eines Gespanns mit Tankaufbau und Tankanhänger erkannte aus Unachtsamkeit das Stauende vor der Anschlussstelle Pforzheim-Süd zu spät und fuhr auf den leeren Lastwagen eines 43-Jährigen auf.

Durch den Aufprall wurde das Tankfahrzeug nach rechts abgedrängt und überschlug sich. Beim Überschlag wurde noch ein weiterer Lastwagen gestreift, der jedoch nur leicht beschädigt wurde. Das Tankfahrzeug blieb nach dem Überschlag am rechten Fahrbahnrand liegen. Glück im Unglück: Der 39-jährige Unfallverursacher wurde nur leicht verletzt. Der 43-jährige Fahrer des leeren Lkw zog sich eine Genickverletzung und Zerrungen zu. Er musste in einem Pforzheimer Krankenhaus behandelt werden.

Das mit Weinhefe beladene Tankfahrzeug wurde total beschädigt. Aus dem Tank der Zugmaschine, der mit rund 8000 Litern Weinhefe beladen war, floss der Großteil aus. Eine ebenfalls große Menge aus dem mit etwa 16.000 Litern beladenen Anhänger trat ebenfalls aus. Die Weinhefe sammelte sich in einem Rückhaltebecken und musste unter Aufsicht eines Vertreters des Umweltamtes der Stadt Pforzheim abgepumpt werden. Am Tanklaster entstand ein Schaden in Höhe von rund 70.000 Euro, am angefahrenen Lkw in Höhe von 20.000 bis 30.000 Euro. Beide Lastwagen waren nicht mehr fahrbereit.

Die Bergung des Tankfahrzeuges dauerte bis etwa 18 Uhr. Es bildete sich über mehrere Stunden hinweg ein Rückstau von 15 Kilometern, der sich in den Abendstunden allmählich auflöste.

Das Autobahnpolizeirevier Pforzheim war mit drei Streifen an der Unfallstelle. Zur Verkehrsaufklärung wurde ein Polizeihubschrauber eingesetzt. Die Berufsfeuerwehr Pforzheim und die Freiwillige Feuerwehr Eutingen waren mit

fünf Fahrzeugen und 16 Mann, das Deutsche Rote Kreuz mit zwei Fahrzeugen und vier Mann und die Autobahnmeisterei Ludwigsburg mit vier Fahrzeugen und sieben Mann vor Ort.