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Tankstellen-Überfall: 18-jähriger Täter fesgenommen.
Tankstellen-Überfall: 18-jähriger Täter fesgenommen © Bechtle
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dpa © Symboldbild: dpa
03.09.2012

Tankstellen-Überfall: 18-jähriger Täter fesgenommen

Der Tankstellenüberfall an der Zerrennerstraße ist aufgeklärt, der mutmaßliche Täter, der geständig ist, sitzt in Untersuchungshaft. Offen ist nach wie vor der Verbleib der Schreckschusswaffe, mit der er einen Angestellten des Tankstellen-Shops bedroht hatte, die Beute – nach Angaben des Mitarbeiters mehrere Hundert Euro – und das Motiv. Es liegt nahe, dass es sich um einen Fall von Beschaffungskriminalität handeln könnte.

Der 18-jährige junge Mann mit deutschem Pass und ausländischen Wurzeln ist nach PZ-Informationen wegen Drogendelikten und Gewalttaten polizei- und justizbekannt.

Die Tat hatte sich am Sonntagmorgen gegen 0.40 Uhr ereignet. Ein maskierter Mann, vom Angestellten als um die 20 Jahre alt und 1,75 bis 1,80 Meter groß beschrieben, bekleidet mit einer schwarzen Hose und einem schwarzen Oberteil, hatte den Verkaufsraum der Shell-Tankstelle betreten und mit einer Waffe gedroht. Der Angestellte spielte nicht den Helden und gab das Geld heraus.

Bereits am Sonntagnachmittag hatte die Polizei eine heiße Spur. Aufgrund ihrer Ermittlungen klingelten sie an der Tür zur Wohnung der Eltern des mutmaßlichen Täters, der noch zu Hause in der Nordstadt wohnt. Niemand öffnete – aber es spricht sich schnell herum, wenn die Polizei aufkreuzt. Der 18-Jährige bekam mit, dass er gesucht wurde und stellte sich am Sonntagabend der Polizei.

Auf dem Revier Nord machte er reinen Tisch und gab den Überfall zu. Im Bereich Mühlacker wäre die Polizei froh, wenn sie so schnell Erfolg hätte – dort sind einige Tankstellenüberfälle immer noch nicht aufgeklärt.

Endgültig Rechtskraft erlangt hat ein Urteil der Auswärtigen Jugendkammer des Landgerichts Karlsruhe vom 20. April dieses Jahres. Auch hier war es um Überfälle gegangen – unter anderem auf die Volksbank-Filiale auf dem Haidach. Die Bande wurde zu Haftstrafen verurteilt, der Haupttäter gar zu über acht Jahren. Der Bundesgerichtshof verwarf dieser Tage sämtliche Revisionen, die die Verteidiger eingelegt hatten.

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