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Im Eingangsbereich der Kita am Schloßberg ereignete sich im Mai die Tat, die die Staatsanwaltschaft als Mord angeklagt hat. Archivfoto: Seibel
Im Eingangsbereich der Kita am Schloßberg ereignete sich im Mai die Tat, die die Staatsanwaltschaft als Mord angeklagt hat. Archivfoto: Seibel
22.05.2017

Tatmotiv der tödlichen Messer-Attacke bleibt vorerst im Dunkeln

Pforzheim. Warum stach Juri W. (Name geändert) auf seine Frau ein? Weshalb an ihrem Arbeitsplatz, der evangelischen Kindertagesstätte am Schloßberg? Was war die Tatwaffe? Fuhr der 53-Jährige in der Absicht, seine drei Jahre jüngere Frau zu töten, von Dietenhausen nach Pforzheim? Hatte er die Tat vorher angekündigt – mit dem Zusatz, sich selbst anschließend das Leben zu nehmen? Was sagt er zu seiner Motivlage, nachdem er nach einer wilden Verfolgungsjagd einen Tag nach der Bluttat festgenommen und am Freitag vergangener Woche dem Haftrichter vorgeführt wurde?

Nichts von alledem wollen Polizei und Staatsanwaltschaft gegenwärtig beantworten. „Die Ermittlungen sind in vollem Gang“, so der Erste Staatsanwalt Bernhard Ebinger. Seine Behörde hatte Haftbefehl wegen versuchten Mordes beantragt, und der Amtsrichter hatte Untersuchungshaft angeordnet. Wenige Stunden später erlag die Erzieherin ihren schweren Verletzungen – und aus einem versuchten wurde ein vollendetes Tötungsdelikt. Das war auch der Grund, weshalb die Kita – entgegen einer früheren Ankündigung – auch am Montag noch geschlossen blieb.

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