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Insgesamt sieben Polizeitaucher haben in der Enz nach einem Messer gesucht, dass in der Nacht zum Samstag bei einem Streit zum Einsatz gekommen sein soll. © Stricker/tv-bw
16.05.2017

Tatwaffe gesucht: Sieben Polizisten tauchen in der Enz nach einem Messer

Pforzheim. Ungewohntes Bild an der Enz hinterm Theater: Wo sonst Enten, Schwäne oder Tretboote übers Wasser paddeln, sind am Dienstag immer wieder Köpfe aus dem Wasser geragt, geschützt von einem Neoprenanzug und einer Taucherbrille. Sieben Polizeitaucher haben in der Enz nach einer Tatwaffe gesucht, die bei einem handfesten Streit am Waisenhausplatz zum Einsatz gekommen sein soll.

Polizeitaucher suchen in Enz nach Tatwaffe

Bildergalerie: Polizisten tauchen in der Enz nach einer Tatwaffe

In der Nacht auf Samstag haben sich gegen 1 Uhr auf dem Waisenhausplatz hinterm Theater ein 31-jähriger tatverdächtiger Hundehalter und zwei 17 und 32 Jahre alte Männer gestritten. Im Verlauf des körperlich gewordenen Streits soll der Hundehalter unvermittelt ein großes Messer gezogen und Stiche in Richtung seiner Kontrahenten ausgeführt haben. Diese konnten die Angriffe jedoch abwehren, ohne Verletzungen zu erleiden. Schließlich gelang es ihnen, den 31-Jährigen bis zum Eintreffen der zwischenzeitlich alarmierten Polizei festzuhalten.

Die mit der Messerattacke betrauten Ermittler hatten nicht nur ein Problem mit der Vernehmung der Streithähne, da alle drei Beteiligten stark alkoholisiert waren, die Beamten hatten auch keine Tatwaffe gefunden. Deshalb mussten nun am Dienstagvormittag sieben Polizeitaucher ins trübe Enzwasser gleiten und nach einer möglichen Tatwaffe tauchen. Systematisch wurde der Flussgrund nach allem abgesucht, was nach einem Messer aussah. Währenddessen sicherten Beamte am Enzufer den Einsatzort. In der Tat hatte einer der Taucher bei dieser großen Suchaktion ein Messer gefunden, das nun kriminaltechnisch untersucht werden muss, um es dem 31-jährigen Tatverdächtigen zuordnen zu können.

Nach bisherigem Ermittlungsstand muss von einem versuchten Tötungsdelikt ausgegangen werden, weswegen der 31-Jährige am Wochenende auf Antrag der Staatsanwaltschaft Pforzheim dem Haftrichter vorgeführt wurde, der die Untersuchungshaft anordnete.

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