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11.10.2009

Tausende wollen Pforzheimer Wirtschaftswunder erleben

PFORZHEIM. Einkaufserlebnisse am verkaufsoffenen Sonntag und eine stimmungsvolle Reise in die Wirtschaftswunderzeit: Dieses Erfolgskonzept hat am Sonntag wieder mehrere Zehntausend Besucher in die Goldstadt gelockt.

„Toll, was schon um 13 Uhr rund um die Bühne am Leopoldsplatz los ist, zumal ja auch noch verkaufsoffene Sonntage in Karlsruhe und Schömberg stattfinden“, sagte Rolf Spiertz, Geschäftsführer von „C & A“ in Pforzheim und stellvertretender Vorsitzender des Einzelhandelsverbands. „Und auch am Samstag waren unsere Umsätze überraschend gut“, betonte er.

Während „The Red Jackets“ auf der Bühne der "Sparkasse Pforzheim Calw" „Bueno Sera Signoritta“ intonierten, drückte „Goldi“, der Goldstadtbär, der fünfjährigen Vana ganz doll die Hand. Das Foto von diesem Ereignis am Wirtschaftswunder-Tag bekommt einen Ehrenplatz im Sammelalbum ihrer Mutter.

„Die Region zu Gast in Pforzheim“

Oberbürgermeister Gert Hager sprach vom verkaufsoffenen Sonntag als einem „besonderen Anziehungspunkt nicht nur für Pforzheim, sondern für die ganze Region, wie die Auto-Kennzeichen beweisen“. Er lobte die besondere Einkaufsatmosphäre mit attraktiven Musikbühnen und Ausstellungen bis hinunter zum Sedanplatz.

Horst Lenk, Vorsitzender des Pforzheimer Einzelhandelsverbandes, lobte das CityMarketing und WSP-Organisator Rüdiger Fricke für dessen Beständigkeit und seinen Mut, das Thema „Wirtschaftswunder“ bereits zum siebten Mal zum Alleinstellungsmerkmal für Pforzheim zu machen und damit die Goldstadt im Städtevergleich klar zu positionieren. Ferner lobte Lenk das ständige Bemühen der „Pforzheimer Zeitung“, mit vielen Aktionen die Goldstadt vital und lebensfähig zu halten.

WSP-CityManager Rüdiger Fricke stellte heraus, wie wichtig die Sponsoren für so ein Ereignis wie den City-Sonntag und das für die Bürger kostenlose Unterhaltungsprogramm seien. Dann überreichte er an Oberbürgermeister Hager eine Sammlung sämtlicher „Wirtschaftswunder-Pins“ mit dem „Opel Kapitän“ aus den 50er- Jahren als neustem Motiv, sozusagen „ein Kapitän für den Stadt-Kapitän“.

Menschenmassen soweit das Auge reicht: Gegen 15 Uhr gab es kaum mehr ein Durchkommen durch die Fußgängerzone. Zu einem besonderen Anziehungspunkt wurde der Auftritt von Schlagersänger Bata Ilic.

Ob 50er- Jahre Ausstellung im "VolksbankHaus", Oldtimer-Parade auf dem Marktplatz und entlang der Bahnhofstraße oder das abwechslungsreiche Programm auf den verschiedenen Bühnen bis hinunter zum Sedanplaz: Der verkaufsoffene Sonntag „hat mal wieder ins Schwarze getroffen“ bilanziert Horst Lenk, Vorsitzender des Pforzheimer Einzelhandelsverbandes. Seine kostenlos ausgeschenkten Caipirinhas entpuppten sich als Publikums-Renner: „Ich wusste ja immer schon, dass ich in Pforzheim nicht nur tolle, extravagante Mode bekomme, sondern auch leckere Cocktails“, sagt Opernsängerin Martina Kühner, die nicht bedauert habe, ihre Freundin Renate Knaus aus Bretten auf den City-Sonntag in Pforzheim hingewiesen zu haben.