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Ein überwiegend positives Fazit nach zwei Jahren Jugendgemeinderat ziehen der Präsidiumsvorsitzende Markus Fischer, seine Ratskollegen Lukas Kresser und Paul-Valentin von Massow sowie Geschäftsstellenleiterin Diana Wolff (von links). Foto: Ketterl

Team und Leistung: Nach zwei Jahren ziehen Jugendgemeinderäte Bilanz ihrer Amtszeit

Pforzheim. Aller Anfang ist schwer. Das galt auch für den zweiten Pforzheimer Jugendgemeinderat (JGR). Gleich zu Beginn von dessen zweijähriger Amtszeit sorgte die Übermacht der Jungen Union (JU)/Schüler Union (SU) in dem jugendpolitischen Gremium für schlechte Stimmung.

„Jetzt am Ende hat das keine Rolle mehr gespielt“, sagt Paul-Valentin von Massow, der zwar Mitglied der Grünen Jugend ist, jedoch Wert darauf legt, „Taten“ statt Parteizugehörigkeit sprechen zu lassen. Denn schließlich sollte es immer darum gehen, die Interessen der Jugend zu vertreten. Doch am Anfang habe die schon während der damaligen Wahl angestrebte Mehrheit der Unionsjugend die Arbeit für alle übrigen Ratsmitglieder erschwert. „Da gab es im Vorfeld dann interne Absprachen bei der JU, so dass die anschließenden gemeinsamen Diskussionen nicht mehr authentisch waren“, erinnert sich der 18-jährige von Massow, der auch für den nächsten JGR kandidiert.

Starke zweite Hälfte

„Das erste Jahr war schwierig“, gesteht der JGR-Präsidiumsvorsitzende Markus Fischer, der – wie das gesamte Präsidium – der Jungen Union angehört. Mehr noch. Der 19-Jährige, der jetzt ein Studium an der Universität Tübingen beginnt und daher auch nicht mehr für den JGR antritt, wünscht sich, dass künftig keine Parteijugend auf diese Art und Weise den Ton angibt, wie es die JU getan hat. „Wir wollten diese Aufmerksamkeit“, so Fischer rückblickend. Für ihn persönlich sei es aber eine wertvolle Erfahrung gewesen, zu sehen, dass es besser läuft, wenn man als Team arbeitet – wie es der JGR in der zweiten Hälfte seiner Amtszeit getan habe. „Das merkt man allein daran, wie viel mehr wir im zweiten Jahr geschafft haben“, so Fischer.

Und das, so sind sich die beiden jungen Männer mit ihrem Ratskollegen Lukas Kresser einig, sei einiges. Allem voran die neue Wahlordnung, die ab kommendem Montag, 8. Oktober, erstmals umgesetzt wird. Anders als bisher, werden die 14- bis 21-jährigen Stimmberechtigen nicht per Brief, sondern direkt an den Schulen wählen. Damit erhofft sich der JGR nicht nur eine höhere Wahlbeteiligung, sondern auch mehr Aufmerksamkeit für Arbeit und Funktion des Gremiums bei jenen, die sie vertritt. Doch auch andere Projekte wie die Calisthenics-Anlage in Eutingen, die Ausstattung des Schüler-Cafés in der Schanzschule oder die Mitfinanzierung oder Ausrichtung von Veranstaltungen wie dem „Schloßpark-Open“ seien Erfolge.

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